Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Öko-Bauer in Hohenossig produziert Bio-Milch
Region Delitzsch Öko-Bauer in Hohenossig produziert Bio-Milch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 21.12.2016
Milchspenderinnen wie Inge (rechts) sind nur dann mal im Stall, wenn es ans Kälberkriegen geht – Ochsen dagegen haben bei Jürgen Neu keinen Namen. Quelle: Christine Jacob
Anzeige
HOHENOSSIG

Frische Milch aus dem Automaten kann in der Delitzscher Umgebung bereits in Brodau und Hohenroda gezapft werden, in Hohenossig wird nun noch ein anderer Weg genommen. Der „Jungbauer“ Jürgen Neu bietet direkt auf seinem Öko-Hof unweit der B 2 an einer Milch-Selbstbedienungsstation Bio-Vorzugsmilch an. Da die besondere Art der Rohmilch noch einmal strengeren Hygienevorschriften unterliege, könne er sie in Flaschen abgefüllt rund um die Uhr aus einem Getränkekühlschrank anbieten, argumentiert der 47-Jährige. Möglich macht es eine Kasse des Vertrauens, in die man die 1,50 Euro für den Liter „Tessa“-Biomilch schmeißen soll.

Tessa ist eine Hohenossiger Marke

Benannt ist die Milch nach der ersten Kuh, die sich Jürgen Neu anschaffte. Tessa und ihre Kolleginnen wie die schöne Inge sind noch dazu eine besondere Art – Jürgen Neu hat sich für eine kleine Herde Jersey-Rinder entschieden, diese zählen zu den ältesten Rinderrassen der Welt. Es gibt keine konventionelle Kuhmilch aus Massentierhaltung. Die Tessa-Milch hat einen natürlich hohen Fettgehalt von 5,5 Prozent, schmeckt sehr mild. Neu arbeitet daran, seinen kleinen privaten Hof als ökologischen Betrieb zertifizieren zu lassen. „Mir ist Nachhaltigkeit wichtig und die bestmöglichen Haltungsbedingungen“, sagt Jürgen Neu. Die Tiere mit dem braunen Fell und den großen Augen bringt er täglich auf die Weide, ernährt werden sie mit Heu. 4.30 Uhr steht Jürgen Neu auf, dann wird gemolken. Früher war der gebürtige Saarländer Maschinenbau-Ingenieur. „Ja, ich war ein Schreibtischtäter und Anzugträger“, sagt er. Heute haftet an seinen verschlissenen Arbeitsklamotten das Tiefstroh, auf dem seine Tiere in hellen und großzügigen Laufställen und ohne Anbinden stehen. Jürgen Neu ist glücklicher mit dem, was er jetzt macht. „Landwirtschaft ist viel Arbeit, aber es ist ruhiger“, sagt er. Jahrelang hat er das nebenbei als Hobby gemacht. Er zahlte auch mal Lehrgeld, als Tiere ausbüxten. Letztes Jahr beschloss er, von seiner Landwirtschaft leben zu wollen. Inzwischen beliefert er mit seiner Milch auch Supermärkte in Leipzig, bietet neben der SB-Station zudem einen Milchmann-Service – zu buchen unter anderem über seine Homepage www.tessa-biomilch.de. Außerdem produziert der 47-Jährige Naturjoghurt und weitere Milchprodukte.

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Dienstag, dem 27.Dezember, veranstaltet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen mit der Agentur für Arbeit sowie den Städten und Kommunen den Nordsächsischen Rückkehrertag. Die LVZ sprach dazu mit Uta Schladitz, Chefin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordsachsen.

18.12.2016

Das Unternehmen Landtaxi prüfte acht Wochen lang in Delitzsch, wie hoch der Bedarf nach einem Taxi nach Mitternacht, nach dem Eintreffen des letzten Zuges aus Leipzig ist. Das Ergebnis ist ernüchternd. Gerade mal vier Fahrten hätten sich ergeben, sagte Geschäftsführer Udo Habermehl. Dennoch will er den Taxistand mit einem seiner Wagen weiter um diese Zeit bedienen.

17.12.2016
Borna Kulturkonvent hat entschieden - Wer bekommt 2017 wie viel Geld im Kulturraum?

Wie viel Geld erhalten kulturelle Einrichtungen und Projekte in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen im kommenden Jahr? LVZ veröffentlicht die Förderlisten für die fünf Sparten.

10.01.2017
Anzeige