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Ohne Fördermittel wird in Delitzsch nicht gebaut

Tag der Städtebauförderung Ohne Fördermittel wird in Delitzsch nicht gebaut

Eine Stadt ist im Wandel, Delitzsch wird von Jahr zu Jahr moderner – so ist die Bitterfelder Straße zum Beispiel erst seit Kurzem grundhaft und für viel Geld saniert worden. Doch wie funktioniert das alles eigentlich? Wo kommt das Geld dafür? Ganz klar: Ohne Förderung geht es nicht.

Damit Städte aus dem Vollen schöpfen können, brauchen sie Fördermittel.

Quelle: KEYSTONE Pressedienst

Delitzsch. Der Tag der Städtebauförderung ist seit 2015 eine jährliche bundesweite Veranstaltung. Delitzsch fungierte seinerzeit als eine Pilotstadt und beteiligt sich auch dieses Jahr wieder. Deshalb laden Stadtverwaltung und Wohnungsgesellschaft am heutigen Sonnabend auf die aktuelle Großbaustelle Oberschule Nord mit Sporthalle ein – ein Projekt, das insgesamt 7,7 Millionen Euro kostet. Ab 10 Uhr werden dort beide Projekte vorgestellt und anschließend besichtigt. Treffpunkt ist am Rodelberg im Kosebruchweg.

Förderung ist ein Instrument

An diesem Aktionstag soll die Städtebauförderung als erfolgreiches Instrument der Stadt- und Gebietsentwicklung in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Delitzsch hat in den vergangenen knapp 30 Jahren auf vielfältige Weise von den unterschiedlichen Förderprogrammen profitiert. „Durch die Bereitstellung von Bundes- und Landesmitteln sowie den von der Stadt aufzubringenden Eigenanteilen war es möglich, eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern und bürgerliches Engagement anzulegen“, sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Dabei hat sich die Stadt als zuverlässiger Partner erwiesen, der beantragte Zuschüsse auch abruft und verwertet.

Allein in die Altstadtsanierung flossen insgesamt 26,6 Millionen Euro. Laut Stadtverwaltung erhielt Delitzsch seit 2003 rund 14 Millionen Euro Fördermittel im Bereich Städtebau. „Alles, was in Delitzsch gebaut wird, erfolgt mit Fördermitteln“, bringt es der OBM auf den Punkt. Schwerpunkte sind der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Sanierung und Modernisierung von Wohnhäusern, Schulen, Kindereinrichtungen aber auch die Beräumung von Grundstücken. So sind bis auf die Leipziger Straße alle wichtigen Magistralen grundhaft ausgebaut worden. Ähnlich verhält es sich bei Schulen und Kitas, sodass lediglich die Artur-Becker-Oberschule, die Kita Regenbogen, das Freibad und die Leipziger Straße noch einer Sanierung/Erneuerung entgegensehen. Die Fördersätze sind unterschiedlich. Die Städtebauförderung beträgt in der Regel zwei Drittel der Gesamtkosten, könne aber auch bis zu 90 Prozent betragen, sagt Baubürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Kitas und Schulen werden mit 40 Prozent gefördert, wobei auch zwei Drittel möglich seien, wenn sie in eine Fachförderung fallen.

Straße und Stadtbibliothek wurden möglich

Eines der jüngsten abgeschlossenen Beispiele für die Städtebauförderung ist der Ausbau der Bitterfelder Straße zwischen Nord- und Roßplatz. Fertigstellung des rund 750 Meter langen Straßenabschnittes war im Oktober. Die Gesamtkosten betrugen rund 2,6 Millionen Euro. Dafür erhielt die Stadt rund 1,7 Millionen Fördermittel. Diese Infrastrukturmaßnahme wurde in sechs Abschnitten realisiert.

Aber auch die zur Stadtbibliothek umgebaute Alte Lateinschule wäre ohne Zuschüsse von Bund oder Land nicht denkbar gewesen. Die neue Bibliothek an der Kirche 1 zog 2009 in das ehemalige Gebäude der Küsterei. Das stand seit Mitte der 1990er-Jahre leer. Die Entscheidung, dass marode Haus aus dem Jahr 1426 komplett zu erneuern, fiel 2007. Der Umzug der Bibliothek von der Eilenburger Straße vis a vis der Stadtkirche erfolgte, um den historischen Stadtkern zu beleben. Es war das erste öffentliche Gebäude, das mit einer Erdwärmepumpenheizung ausgestattet wurde. Der Bau hat insgesamt 1,2 Millionen Euro gekostet. 775 000 Euro kamen aus der Städtebauförderung.

Von Thomas Steingen und Ditmar Wohlgemuth

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Landkreis: Nordsachsen

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