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Delitzsch Ohne Spendenmoos nix los in Delitzsch
Region Delitzsch Ohne Spendenmoos nix los in Delitzsch
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16:47 20.03.2017
Das Sommerkino von Achim Frisch, Elke Fahr und Detlef Schwuchow (von links) lebt auch von WGD und SWD. Quelle: privat
DELITZSCH

Momentan sind die Wände im Gebäude der Stadtwerke Delitzsch (SWD) kahl. Die pure getünchte Farblosigkeit von Bürofluren. Das wird sich in wenigen Wochen ändern, versichert Geschäftsführer Robert Greb. Eine neue Ausstellung lokaler Künstler zieht in die Sachsenstraße, ab Ende April ist dort wieder Malerei zu sehen. „Wir stellen unser Haus gerne zur Verfügung, um hiesigen Künstlern ein Podium zu bieten“, betont Rober Greb. Und das ist nur ein Beispiel von Kulturarbeit und -förderung im Hause des städtischen Unternehmens.

Fettes Plus zur städtischen Förderung

Zirka 50 000 Euro jährlich stellen die Stadtwerke mittels Spenden für die Förderung unterschiedlicher kultureller Beiträge in Delitzsch bereit. Ebenso rund 50 000 Euro jährlich stellt die Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch (WGD) zu Verfügung. Rund 100 000 Euro zusätzlich kommen so in den Fördertopf für Kultur und kulturelle Einrichtungen innerhalb der Stadt. Dabei verfügt die Stadt selbst über ein Gesamtbudget für Kultur und kulturelle Einrichtungen im Haushalt, das sich auf rund 349 000 Euro beläuft. Davon allerdings ist auch viel Geld in die vorhandene Infrastruktur zu investieren, so dass als konkrete Ausgaben für Kultur im Einzelnen 148 000 Euro jährlich übrig bleiben. Die müssen von Schulveranstaltungen bis Adventsmarkt, von Konzert im Tiergarten bis Tag der Senioren reichen. Die 100 000 von WGD und SWD machen das Kraut also im positiven Sinne fett.

Gelder von Ausstellung bis Zootheater

Ein paar Beispiele: Das Baff-Theater kann mit Hilfe der Unternehmen Vorstellungen stemmen und speziell auch Kinder fördern, im Tiergarten kann jährlich das Sommertheater stattfinden. Auch im Sommer gibt es mittels dieser Gelder den Factory-Kino-Kult in der Breiten Straße, bei dem alte Streifen gezeigt werden und die Gäste bei freiem Eintritt in alten Zeiten schwelgen. Der Museumsverein bekommt für Veranstaltungen ebenso Unterstützung wie der Delitzscher Carnvalverein, die Nordlichter und das Kino. Die Buchlesungen im Schlosskeller, die Buchhändler Ingolf Engler anbietet, werden zum Teil ebenfalls mit dem Spendengeld von SWD und WGD mit unterstützt. Das Soziokulturelle Zentrum hat Spenden bekommen, das Jugendhaus Yoz, dazu verschiedene weitere Vereine. Beim Stadtfest engagieren sich beide Unternehmen mit. Hinzu kommen bei beiden Unternehmen noch immaterielle Förderungen wie Räumlichkeiten, die die WGD für Keramikzirkel und Radfahrverein zur Verfügung stellt, seit diese die ehemalige West-Schule im Zuge der Sanierung der Oberschule Nord verlassen mussten. „Wir stimmen uns untereinander und mit der Stadt ab“, erläutert SWD-Chef Robert Greb. Zudem fördern WGD und SWD viel im Bereich Sport und auch dort – wie auch bei der Kulturförderung – legen sie gerne Augenmerk auf Projekte für den Nachwuchs. „Es ist wichtig, dass die Kinder weg von der Straße sind“, sagt WGD-Chef André Planer. In den geförderten Vereinen lernen sie etwas fürs Leben.

Imagegewinn und Verantwortung

Verpflichtet ist keines der Unternehmen zu dieser Freigiebigkeit. „Wir sind Delitzscher Unternehmen und als solche haben wir hier auch eine Verantwortung“, stellt Robert Greb klar. Am Ende gehe damit natürlich auch ein Imagegewinn für die Unternehmen einher. Aber auch weitere Vorteile: „Wenn Delitzsch eine attraktive und lebendige Stadt ist und bleibt, profitieren wir am Ende alle davon“, sagt Robert Greb, „wir wollen eine prosperierende Stadt.“

Von Christine Jacob

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