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Ohrenschmaus und Glücksmomente auf dem Flugplatz Roitzschjora

Ohrenschmaus und Glücksmomente auf dem Flugplatz Roitzschjora

Diese Veranstaltung war der Höhe-Punkt des Wochenendes: Bei den Tagen des offenen Flugplatzes präsentierten sich die auf dem Gelände ansässigen Vereine und Unternehmen, empfingen Hobby-Flugzeugexperten und unzählige Begeisterte, die dem Traum vom Fliegen mal ganz nahe kommen wollten.

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Bei den Kunstflugvorführungen scheinen sich die wendigen Maschinen beinahe zu berühren. Das begeisterte Publikum am Boden ist fotografierend zur Stelle.

Quelle: Alexander Prautzsch

Roitzschjora. Mit dabei auch 23 Piloten mit einmotorigen Propellermaschinen vom Typ Yak, angereist aus dem gesamten Bundesgebiet. Die aus sowjetischer Produktion stammenden, vor allem in den 1980er-Jahren gebauten Flugzeuge gelten als legendär. "Es ist, als würde man mit einer Harley fliegen. Allein der klang des Sternmotors mit neun Litern Hubraum ist ein Ohrenschmaus", beschrieb Pilot Mark Gerla. Schon das Verhältnis von Leistung und Gewicht lässt wohlig schauern: 360 Pferdestärken bei einem Leergewicht von 795 Kilogramm versprechen Sportlichkeit, von der sich am Wochenende auch das Publikum überzeugen konnte. "Bis heute", so erzählte Mark Gerla, "werden auf Einzelanfragen Maschinen der Bauart Yak im rumänischen Barcan für Privatkunden gebaut." Für das Wochenende in Roitzschjora ließ der Hobby-Pilot seine Familie mal allein in Niedersachsen zurück. Zwar fliegt seine Frau sehr gern mit, aber diesmal sollte es für ihn nur um die Yaks gehen - samt ausgiebigem Erfahrungsaustausch über Technik und Neuerungen.

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Roitzschjora. Diese Veranstaltung war der Höhe-Punkt des Wochenendes: Bei den Tagen des offenen Flugplatzes präsentierten sich die auf dem Gelände ansässigen Vereine und Unternehmen, empfingen Hobby-Flugzeugexperten und unzählige Begeisterte, die dem Traum vom Fliegen mal ganz nahe kommen wollten.

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Anderen genügte es schon, einfach mal abzuheben. Zu den Tagen des offenen Flugplatzes bestand die Möglichkeit, einmal selbst mit einem erfahrenen Piloten in die Luft zu gehen. Thomas Reinerdt aus Leipzig hat's getan, zusammen mit Fluglehrer Wilfried Sturm. Der Profi hatte übers Wochenende gut zu tun, drehte eine Runde nach der anderen mit seiner Yak 52 aus dem Jahr 1984. Mit dem 66-jährigen Thomas Reinerdt ging es über das angrenzende ehemalige Tagebaugebiet. Über dem er in einer Mindesthöhe von 200 Metern und mit einer Geschwindigkeit von 250 Kilometer pro Stunde unter anderem die jüngsten Flutschäden begutachtete.

"Schon beim Start überkam mich ein besonderes Glücksgefühl und eine ungeheure Freude", schwärmt Thomas Reinerdt. "Oben angekommen, war ich beim Blick über die Landschaft einfach nur noch entspannt." Normalerweise ist Reinerdts Leidenschaft eher das Sammeln von Flugzeugmodellen im Maßstab 1:500. Schon als Kind begann er damit. Inzwischen reicht die Palette von Kampfflugzeugen, wie einer Mig 15, bis hin zu Zivilmaschinen, wie einer Antonov 225.

Wer die Freiheit über den Wolken noch intensiver genießen wollte, konnte in einer der Maschinen des Luftsportclubs Leipzig einsteigen. Die brachten mutige Besucher in eine Höhe von 4000 Metern - gemeinsam mit einem Tandemmaster hieß es dort: aussteigen, Fallschirm auf. Mit 200 Kilometer pro Stunde rauschten auch die beiden Freunde Marcel Fritz und Axel Schenknecht im freien Fall 30 Sekunden lang der Erde entgegen, bis sich der Fallschirm öffnete. Nachdem beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten, strotzten sie voll Glücksgefühl. "Wir sind einfach nur Adrenalin-Junkies", erzählte Axel Schenknecht. Zwar waren beide im Flugzeug Sekunden vor dem Sprung völlig entspannt. Doch beim Sturz entluden sie sich in freudigem Schreien.

Für die meisten der Yaks ging es am Samstagnachmittag noch auf in Richtung Großenhain bei Riesa, wo die Piloten gemeinsam den Nachmittag verbrachten. Nach und nach kehrten sie später zurück. So konnte man selbst am Himmel über Delitzsch kurz vor dem Sonnenuntergang noch einzelne Maschinen auf dem Rückflug beobachten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2013

Alexander Prautzsch

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