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Delitzsch Ordnungsamt Delitzsch: Bergeweise Arbeit für die Sicherheit
Region Delitzsch Ordnungsamt Delitzsch: Bergeweise Arbeit für die Sicherheit
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22:40 17.06.2015
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DELITZSCH

Im Bürgerbüro gibt es statt der ursprünglichen fünf nur noch eine Mitarbeiterin, die zudem bald in Rente geht, womit die Stelle gestrichen ist.

Ein Blick in die Statistik offenbart ein hohes Arbeitspensum: Allein 2123 "Verstöße gegen die Bestimmungen im fließenden Verkehr", also Temposünden, hatten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr zu bearbeiten. 156 Verstöße gegen abfallrechtliche Bestimmungen behandelte das Team. Insgesamt 6793 Verwarngelder wurden ausgesprochen, 1046 Bußgeldbescheide erlassen. Die Kontrolldichte ist hoch: Binnen drei Monaten wurde der Stadtpark 49 Mal bestreift, die Loberaue 21 und die Wallgrabenpromenade 29 Mal. Bezogen auf drei Monate waren die Ordnungsamtsmitarbeiter in 55 Diensten nach 16 Uhr und an sechs Wochenenden im Einsatz. Dabei gingen 300 Arbeitsstunden allein für die Absicherung der Sperrmüllsammlung drauf.

Dennoch: Umstritten und kritisiert ist und bleibt die Arbeit des Ordnungsamtes in der Bevölkerung, wird oft die Kritik laut, es werde noch immer zu wenig getan. "Wir sitzen nicht angenagelt auf unserem Stuhl", stellt Ordnungsamtsleiter Oliver Schulze klar. So habe es unter anderem schon Komplex-Kontrollen gegeben, bei dem sich temporär auf konkrete Stadtgebiete konzentriert wurde. Neben dem Alltagsgeschäft: Von Geschwindigkeitsüberwachungen über die Unterstützung der Sperrmüllsammlung und die Absicherung von Veranstaltungen bis hin zur Zeugenstellung bei Durchsuchungen oder die Kontrollen zu illegalen Müllablagerungen reicht das Aufgabenspektrum, unter anderem. Dabei hätten jene Aufgaben Priorität, die der Gefahrenabwehr dienen. Zudem sei die Zusammenarbeit mit dem Delitzscher Polizeirevier sehr gut und vom "gemeinsamen Handeln" geprägt.

Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) wirbt um Verständnis und Mithilfe der Bürger. 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche könne das Ordnungsamt nicht dienen, vor allem nicht immer vor Ort sein wie ein Kommissar Zufall. Es sei auch Sache der Bürger, die Arbeit zu unterstützen. Etwa wenn sie als Zeugen bereitstehen und beobachtete Verstöße melden. Zur Sicherheitslage in Delitzsch, auch der Delitzscher Polizeirevierleiter schätzt diese als gut ein (LVZ berichtete), gelte auch im Falle des Ordnungsamtes, dass die objektiven Fallzahlen nicht dem subjektiven Empfinden Einzelner entsprechen würden. Auch darauf aber reagiere die Stadtverwaltung - etwa durch städtebauliches Agieren, wenn Plätze und Wege mittels Beleuchtung oder Anordnung besser gestaltet werden und sich das Empfinden bessert. Für mehr Kontrollen sei mehr Personal nötig. Doch das sei derzeit nicht realisierbar.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2015
Christine Jacob

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