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Delitzsch Ortsfeuerwehr Spröda-Poßdorf erhält neue Garage
Region Delitzsch Ortsfeuerwehr Spröda-Poßdorf erhält neue Garage
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22:00 20.01.2016
Benno Essig und Wehrleiter Siegfried März bereiten den künftigen Umkleideraum für die Renovierung vor. Zunächst müssen die alten Tapeten runter. Quelle: Foto: Thomas Steingen
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Spröda

Die Stadt Delitzsch investiert seit Jahren viel Geld in ihre Feuerwehr und die Ortswehren. So konnten die Benndorfer Kameraden 2009 und die Selben/Zschepener im vorigen Jahr neue Gerätehäuser beziehen. Nachdem 2015 im Ortsteil Beerendorf eine neue Garagen gebaut worden ist, ist derzeit in Spröda ein solchen Projekt in Arbeit. Kurz vor Weihnachten begannen unmittelbar neben dem Feuerwehrzentrum Spröda-Poßdorf die Erdarbeiten für die neue Unterstellmöglichkeit für ein Fahrzeugs.

„Unser Gerätehaus entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften“, erklärt Ortswehrleiter Siegfried März. Das Depot, das nur aus einem Raum besteht, sei zu eng, um Fahrzeug, Ausrüstung und Umkleidemöglichkeiten DIN-gerecht unterzubringen. Zudem besitzt das Gebäude keine Heizung, sodass das Trocknen nasser Schutzbekleidung ein Problem ist. Die Sanierung des Gebäudes einschließlich Wärmedämmung, Einbau einer Heizung und einer Abgasanlage wäre sehr kostspielig. Deshalb haben sich Feuerwehr und Stadtverwaltung auf eine kostengünstigere Variante geeinigt. Diese sieht vor, im Feuerwehrzentrum einen Raum als Umkleide für die Kameraden umzubauen und eine Fertigteilgarage direkt neben das Gebäude zu stellen, die im Einsatzfall mit wenigen Schritten erreichbar ist. Das Fundamt für die Garage ist bereits fertiggestellt.

Die Umgestaltung des künftigen Umkleideraumes übernehmen die Kameraden in Eigenleistung. Vorige Woche begannen Siegfried März und Benno Essig damit, die alten Tapeten zu entfernen. „Das Neuverputzen der Wände übernehmen andere Kameraden“, erzählt der Wehrleiter. Ende Januar soll der Raum fertig sein. Die Bauarbeiten außen gehen weiter, wenn es das Wetter zulässt.

Um Platz für die Garage zu schaffen, musste die alte Kläranlage entfernt werden. Sie wurde durch einen 2000 Liter fassenden Auffangbehälter (abflusslose Grube) ersetzt. Dieser soll solange als Provisorium dienen, bis Spröda ans zentrale Abwassernetz angeschlossen wird.

Rund 40 000 Euro stellt die Stadt für das Vorhaben in Spröda zur Verfügung. Verglichen mit den 845 000 Euro, die das neue Gerätehaus in Selben gekostet hat, fällt diese Investition somit relativ gering. Seit 2009 hat Delitzsch in den Neubau von Gerätehäusern und Garagen der Feuerwehr über 1,3 Millionen Euro gesteckt, 641 000 Euro flossen davon als Fördermittel. Außerdem stehen 607 000 Euro zu Buche, die von 2010 bis 2016 für Ausrüstung und Fahrzeuge ausgegeben wurden. So haben die Wehren in Brodau und Poßdorf je einen Kommandowagen, die Beerendorfer und die Jugendwehr je einen Mannschaftstransportwagen erhalten, und die Kameraden in Selben-Zschepen freuen sich auf ein neues Löschfahrzeug.

Von Thomas Steingen

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