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Ortsvorsteher kritisiert Sperrmüllsammlung

Ortsvorsteher kritisiert Sperrmüllsammlung

Die jüngste Sperrmüllsammlung in den Krostitzer Ortsteilen Hohenossig, Zschölkau und Kletzen erhitzt die Gemüter. Zwar liegt die Sammelaktion der Kreiswerke Delitzsch schon knapp vier Wochen zurück, doch noch immer liegt der Unrat an der Straße herum und sorgt für Unmut.

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Nicht abgeholter Elektroschrott sorgt in Zschölkau nicht nur für Ärger, sondern für neue Ideen.

Quelle: Privat

Zschölkau. Das hat nun den Ortsvorsteher von Kletzen-Zschölkau, Gerhard Schramm (parteilos), auf den Plan gerufen: „Der Landkreis könnte sich mal eine andere Sperrmüllsammelaktion einfallen lassen“, wendet er sich an die Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung und schlägt vor, jedem Bürger einmal jährlich kostenlos einen Container zur Verfügung zu stellen. „Aufgrund der anonymen Sammlung bilden sich einige ein, dass sie alles ablagern können“, ärgert sich Schramm über den Elektroschrott, der noch immer das Zschölkauer Ortsbild verschandelt, weil er nicht Teil des Sperrmülls ist und nicht abgeholt wurde.

Müsse sich jeder Bürger einen Container ordern, sei genau diese Herangehensweise erfolgreich zu umgehen: „Diejenigen, die ihn abholen, sehen dann gleich, was erlaubt ist und was nicht“, argumentiert der Ortsvorsteher. Zudem ließe sich der Mülltourismus eindämmen. Containerlösungen gebe es in anderen Teilen Deutschlands bereits, führt der Zschölkauer weiter ins Feld.

Im Landratsamt allerdings lehnt man die Containerlösung ab: „Das würde jegliche Kostenrahmen sprengen“, so Sprecher Rayk Bergner auf Anfrage der Kreiszeitung. Elektrogeräte könnten an speziellen Sammelstellen abgegeben werden. Das Argument zu hoher Kosten indes will Schramm so nicht gelten lassen: „Ich vermute, 50 Prozent der Bürger würden so einen Container nur alle zwei oder drei Jahre ordern, schließlich bedeutet das auch Aufwand für sie und sie würden genau darüber nachdenken.“

cj

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