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Delitzsch Parkuhren bringen Delitzsch mehr als 70.000 Euro jährlich ein
Region Delitzsch Parkuhren bringen Delitzsch mehr als 70.000 Euro jährlich ein
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23:00 21.01.2016
Modernes schwarzes Design zeichnet die neuen Automaten aus. Für 50 Cent kann man in Delitzsch eine Stunde parken.   Quelle: Wolfgang Sens LVZ
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Delitzsch

 Schwarzes Metall statt grauer Kiste, oben drauf ein Solarpanel zur Energieversorgung – so präsentieren sich die neuen Parkuhren, im Fachjargon Parkscheinautomaten genannt, in Delitzsch. 4 der insgesamt 18 Stück sind Ende des Jahres 2015 ausgetauscht worden, verteilen sich in der Marienstraße, Lindenstraße, Töpfergasse und Hallescher Straße. Und auch der Rest der Parkuhren wird nicht mehr ewig in der City stehen.

Die Automaten an diesen Standorten seien alle schon sehr lange in Betrieb gewesen, teilt die Stadtverwaltung mit. Und da sie ständig Wind und Wetter ausgesetzt seien, wurden die vier Geräte störanfällig. Tatsächlich gab es in der Vergangenheit immer wieder – auch aus dem Stadtrat – Beschwerden, dass die Parkuhren ausgefallen seien oder das Geld nicht annehmen würden. Die Reparaturen, bei denen einzelne Bauteile hätten ersetzt werden müssen, wären laut Stadtverwaltung unwirtschaftlich gewesen. Zudem würden sich die Kosten für Ersatzteilbeschaffungen erhöhen, „und künftig wäre die Ersatzteillieferung durch den Hersteller sowieso eingestellt worden“, so Stadtsprecherin Nadine Fuchs. Die Neu-Anschaffung kostete 14.500 Euro brutto einschließlich der Montage.

Das Alter der vier ausgetauschten Anlagen liege bei geschätzt 20 Jahren. Da rund ein Drittel der insgesamt 18 Parkscheinautomaten in der Loberstadt ähnlich lange im Betrieb sei, könnten auch diese grauen Kästen auf absehbare Zeit gegen die modernen Nachfolger getauscht werden. Es werde aber zu entsprechender Zeit entschieden, ob und wann die Parkscheinautomaten ersetzt werden.

Immerhin sind die eine verlässliche Bank für die Stadt. Im Jahr 2014 wurden 79.000 Euro über die Parkuhren eingenommen, im vergangenen Jahr waren es 73.500 Euro. Das Geld, das über das Jahr eingenommen wird wiederum fließt in die Kasse und dann in Maßnahmen wie Reparaturen im Rathaus. Schlechte für Automatenknacker: Die Teile werden regelmäßig geleert. Und nimmt ein Automat mal nicht auf Anhieb das Kleingeld an, liegt das unter Umständen an strengen Einstellungen gegen Falschgeld oder dem Versuch, mit Einkaufswagenchips zu zahlen.

Von Christine Jacob

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