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Per Rad ins Grüne? Das Wegenetz hat noch viele Lücken

Per Rad ins Grüne? Das Wegenetz hat noch viele Lücken

Mit Temperaturen um die 20 Grad Celsius schafft der Frühling dieser Tage endgültig den Durchbruch. So manchen Delitzscher wird es am Wochenende bei solchen Aussichten raus in die Natur ziehen.

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Bevor Christa Jentzsch, Tochter Gerit Großkopf und Enkelin Lena zur Radtour aufbrechen, studieren sie die Info-Tafel zum Kohle-Dampf-Licht-Radweg in der Leipziger Straße in Delitzsch.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Und in der Fahrradstadt werden das viele auf dem Drahtesel tun. Doch wie sicher gelangen Ausflügler in die Goitzsche und die anderen Naherholungsgebiete rund um die Tagebauseen? Die LVZ hat die Wege dahin aus Sicht eines Pedalritters unter die Lupe genommen.

In die Goitzsche fährt man am sichersten über Benndorf. Vom Roßplatz über Wallgrabenpromenade und Stadtpark führen ab Nordplatz markierte Fahrradsteifen entlang der Bitterfelder Straße stadtauswärts zum Radweg an der Benndorfer Landstraße. In Benndorf erreicht man über die Paupitzscher Straße bequem den Eingang zur Goitzsche am Neuhauser See. Wer das Landschaftsschutzgebiet über Laue ansteuert, muss auf öffentlichen Straßen ohne Radwege strampeln. Besonders aus Richtung Selben/Döbernitz kommend, birgt die viel befahrene östliche Ortsumfahrung von Delitzsch zwischen S 4 und B 183 a (K 7447) und der Stadtring Gefahren. Deshalb ist diese Route für Ausflüge mit Kindern nicht zu empfehlen. Bleibt alternativ der Weg durch die Stadt (Norbert-Lienig-Weg, Poetenweg, Körner-, Quer- und Eilenburger Straße) und von dort wie beschrieben weiter nach Benndorf. Wobei die Eilenburger und Marienstraße ebenfalls nicht zu den fahrradfreundlichsten Wegen in Delitzsch zählen, zumal die Baustellen in Marien- und Bitterfelder Straße für Radfahrer zusätzliche Hürden darstellen.

Auch zum Werbeliner See gibt es noch keine wirklich sichere Route. Sowohl in der Leipziger als auch in der Schkeuditzer Straße fehlen Radwege. Am ehestens empfiehlt sich die Fahrt durch die Schkeuditzer Straße. Nachdem die B 184 (Umgehungsstraße) überquert ist, rollt es sich auf der ausgebauten Grubenstraße bis zum neuen Parkplatz und weiter auf glatten Asphalt bis zum Rundweg am Werbeliner See fast von allein. Etwas Vorsicht ist dennoch geboten, denn derzeit werden dort noch die Straßenbankette gebaut. Radfahrer dürfen aber passieren.

Schladitzer, Werbeliner, Zwochauer Seelhausener und Großer Goitzschesee sind mit ausgebauten, meist asphaltierten Rundwegen ideal für kleinere und größere Radtouren. Am Werbeliner See ist lediglich der Abschnitt zwischen Zwochauer See und Schaufelrad unbefestigt. Seit mehreren Jahren beabsichtigen die Gemeinde Wiedemar und der Bergbausanierer LMBV diesen Teil des Rundweges auszubauen. Bisher scheiterte es immer am Geld, weil die LMBV wichtigere Projekte zu finanzieren hatte.

Ein Engpass aus Radfahrer-Sicht ist auch der Übergang vom Seelhausener See zum Großen Goitzschsee an der voriges Jahr neu gebauten Lober-Leine-Kanal-Brücke (L 139/S 12) zwischen Löbnitz und Pouch. Auf beiden Seiten der Brücke endet der von der Tourismus GmbH bis an den Kanal herangebaute Radweg abrupt. Radfahrer stehen vor steilen Böschungen. "Die Errichtung der Zufahrten zur Brücke ist unsere Aufgabe", erklärt Lutz Schneider, Bauamtsleiter der Gemeinde Muldestausee auf Anfrage der LVZ. Laut Schneider will die Gemeinde die Zufahrten gemeinsam mit der LMBV gestalten. "Wir sind in Verhandlung, aber derzeit ist die Realisierung noch offen", so Schneider weiter. Radfahrern bleiben zwei Möglichkeiten. Entweder sie verlassen den Radweg schon eher und queren den Kanal auf der L 139-Brücke oder sie nehmen ein Stück Schotterpiste in Kauf und benutzen die alte Brücke wenige Meter südlicher. Wie Ingo Jung, Geschäftsführer der Tourismus GmbH, in Aussicht stellt, soll diese Brücke in diesem Jahr noch ertüchtigt werden. Die Tourismus GmbH betreibt in der Goitzsche die von der Blausee GmbH erworbenen Flächen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2015
Thomas Steingen

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