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Delitzsch Pfarrscheune Schenkenberg wird zehn
Region Delitzsch Pfarrscheune Schenkenberg wird zehn
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09:03 31.05.2010
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. Sonnenschein begleitete den wundervollen Tag im Schenkenberger Pfarrgarten und ein barockes Feuerwerk beendete ihn. Der Vorsitzende des Fördervereins Pfarrscheune, Ralf Schumacher, zog in seiner Rede ein optimistisch-kritisches Resümee.

Im Mai 2000 fand die feierliche Einweihung der Scheune statt. Da war der Förderverein schon anderthalb Jahre alt. Er hatte sich anfangs den Wiederaufbau der Scheune in Schenkenberg vorgenommen. Ohne Verein keine Fördermittel, ohne Fördermittel kein Wiederaufbau, brachte Vereins-Vize, Achim Thies, das Anliegen auf den Punkt. Inzwischen hat sich die Kulturscheune zum festen Veranstaltungsort, zum kulturellen Geheimtipp und zu einer festen Größe im Kulturkalender etabliert. Die anfangs rein kirchlichen Angebote sind gewachsen, haben sich gewandelt. In Schenkenberg geht die Post in alle Richtungen ab. Das Projekt lässt inzwischen aber auch Wünsche offen, vor allem nach mehr Akzeptanz, ergo Besuchern. Das war am Sonnabend nicht anders. Die Schenkenberger Blasmusik eröffnete den Geburtstag mit geblasenen Grüßen zum Seniorenkaffee.

„Die Pfarrscheune ist ein Stück Dorfgeschichte geworden. Sie hat das Leben in dieser Gemeinde geprägt", sagte Schumacher in seiner Rede. Er berichtete davon, dass sich mit dem Osterfeuer der Schenkenberger Feuerwehr, dem Maibaumsetzen im Pfarrgarten, der Himmelfahrtsfeier im Pfarrgarten, dem Open Air im Pfarrgarten, dem Herbstmarkt und dem Adventsmarkt mittlerweile sechs kulturelle Höhepunkte etabliert haben. Die zehn Jahre seien ohne entsprechendes Engagement nicht zu leisten gewesen. Seit Bestehen der Scheune fanden dort wöchentliche Babyclubs statt, trafen sich junge Muttis, um gemeinsam etwas Zeit außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen. Es fanden Kinder- und Jugendkreise statt. Schumacher: „Gerade in der Jugendarbeit haben wir nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Kontinuierliche Jugendarbeit lässt sich nicht allein mit ehrenamtlicher Tätigkeit umsetzen." Bastelkreis und Seniorenkreis seien weiter gut etabliert. Ob Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, ob Weihnachtsfeiern, die kommunalen Seniorennachmittage oder Familienfeiern, die Scheune stehe für eine Vielzahl von Nutzungen offen. Gut besucht waren die Kabarettvorstellungen und großes Interesse herrschte bei den Diavorträgen.

Der Verein hat bisher 90 Konzerte mit 114 Bands oder Künstlern organisiert und dabei solche bekannten Namen wie Heinz Rudolf Kunze, Engerling oder Hans Eckardt Wenzel zum Teil mehrfach dabei gehabt. Die seit 1994 durchgeführten 16 Open Air’s, bei denen über 60 Bands beziehungsweise Künstler mitwirkten, würden für anderthalb Monate Konzert am Stück reichen. Schumacher dankte in diesem Zusammenhang auch den Anliegern und Nachbarn für das „nicht immer einfach aufzubringende Verständnis". Pfarrer Matthias Taatz wäre zufrieden, könnte das bestehende Niveau gehalten werden. Mehr gehe fast gar nicht. „Der Kreis derer, die was leisten können, darf nicht überfordert werden. Wir stehen aber auch vor der Aufgabe, die nächste Generation für das Projekt zu begeistern. Vom Publikum wünsche ich mir, dass es einen etwas realistischeren Blick auf das Preis-Leistungsverhältnis wirft", so der Pfarrer.

Unter dem Motto Klassik trifft Pop sorgte Klaus-Jürgen Dobeneck mit Querflöte und E-Gitarream Abend für musikalische Unterhaltung. Ein Barockfeuerwerk beendete den Geburtstag gegen 22 Uhr.

Frank Pfütze

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