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Delitzsch Pflaster bald Geschichte
Region Delitzsch Pflaster bald Geschichte
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18:21 18.12.2012
Was alt und was neu ist, wird hier ziemlich deutlich. Quelle: Thomas Steingen
Werlitzsch

Das Dorf am westlichsten Zipfel von Nordsachsen zählt zu den wenigen im Altkreis Delitzsch dessen Ortsdurchfahrt noch mit Katzenköpfen gepflastert ist.

Das soll spätestens im nächsten Jahr Geschichte sein, denn die Gemeinde Wiedemar hat sich für die Erneuerung  dieser kommunalen Straße entschieden. Geplant ist, die Teichstraße auf einer Länge von rund 590 Metern grundhaft auszubauen.

Der erste Bauabschnitt wurde in diesem Jahr realisiert. Er umfasste etwa die Hälfte der Strecke und reichte vom Ortseingang (aus Richtung Rabutz kommend) bis kurz vorm ehemaligen Feuerwehrgerätehaus. Im August legte die Firma Grötz Bauunternehmung aus Kabelsketal los. Ihr hatte der Gemeinderat Wiedemar den Auftrag nach erfolgter Ausschreibung zugesprochen. Zum Umfang der Arbeiten gehörte auch das Verlegen von Rohren für die Ortsentwässerung. Zudem wurde ein Fußweg, den es vorher an dieser Straße nicht gab, gebaut. Neu ist ebenso die Straßenbeleuchtung.

Auch ein Teil der alten Pflastersteine fand Wiederverwendung. Mit ihnen wurden die Schnittgerinne rechts und links der Fahrbahn geformt. „Damit bleibt ein bisschen des dörflichen Charakters der Straße erhalten“, begründet Petra Hinkefuß, Bauamtsleiterin des Verwaltungsverbandes Wiedemar, die gewählte Form der Randgestaltung. Insgesamt ist sie mit dem Verlauf des ersten Bauabschnittes zufrieden, denn die Arbeiten wurden planmäßig im November und somit vor Einbruch des Winters abgeschlossen. Die Gemeinde Wiedemar investierte in das Vorhaben in diesem Jahr rund 211000 Euro und konnte dabei auf eine 89-prozentige Förderung aus dem europäischen Programm Integrierte ländliche Entwicklung zurückgreifen.

Der zweite Bauabschnitt, in dem dann der Rest dieser Straße erneuert werden soll, ist für das kommende Jahr vorgesehen. „In diesem Zuge werden wir auch den Platz an der Bushaltestelle gestalten“, informierte die Bauamtsleiterin. Bisher weist lediglich ein einfaches Schild auf die Haltestelle hin.  Wann konkret und wie diese Pläne praktisch umgesetzt werden, das steht derzeit noch nicht fest. Klar ist hingegen, dass die erforderlichen Beschlüsse zu diesem Vorhaben dann der neue Gemeinderat fassen muss. Wie berichtet, schließen sich per 1. Januar 2013 die Gemeinden Neukyhna, Wiedemar und Zwochau zu einer Einheitskommune zusammen.

Thomas Steingen

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