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Pflegeheim für Demenzkranke entsteht auf Gut Göritz

Richtfest Pflegeheim für Demenzkranke entsteht auf Gut Göritz

Der Rohbau steht, der riesige Dachstuhl ist errichtet - und es sieht immer noch nach jeder Menge Arbeit aus. Das im Bau befindlichen vollstationäre Pflegeheim für Demenzkranke auf Gut Göritz soll in diesem Sommer die ersten Bewohner aufnehmen. 38 Kranke finden in den Wohngruppen ein neues Zuhauses.

Christina Barofke steht zusammen mit Zimmerer Mathias Hapke, der den Richtspruch verlas, auf der Rüstung,.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Schönwölkau. Der Rohbau steht, der riesige Dachstuhl ist errichtet - und es sieht immer noch nach jeder Menge Arbeit aus. Bauherrin Christina Barofke strahlt aber mindestens genauso viel Optimismus aus, als sie dieser Tage zum Richtfest auf Gut Göritz einlud. Das im Bau befindlichen vollstationäre Pflegeheim für Demenzkranke soll bereits in diesem Sommer die ersten Bewohner aufnehmen. 38 Kranke finden insgesamt in den Wohngruppen ein neues Zuhauses. Betrieben wird das Heim vom Haus Rosengarten - familiäre Seniorenpflege Leipzig.

Insgesamt werden rund drei Millionen Euro in den Niedrig-Energie-Bau investiert, der ein weiterer Bestandteil des Sanierungs- und Nutzungskonzeptes des Gutes ist. Seit 1996 wird sukzessive die gesamte Anlage des Gutes, das aus dem 18. Jahrhundert stammt, erneut und damit erhalten. „Von Anfang an hat mich die ehemalige Lehmwellerscheune besonders beeindruckt“, sagte Christina Barofke. Sie ist wohl nachgewiesener Maßen der größte Massivlehmbau in Deutschland, steht deshalb, wie auch das Gesamtensemble des Gutes,unter Denkmalschutz.

Im Gut Göritz soll bald Platz für 38 Bewohner sein

Im Gut Göritz soll bald Platz für 38 Bewohner sein.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Leider haben die zum Teil rücksichtslose Nutzung der Scheue – sie war Kuhstall und Futterlager –, aber auch Wind und Wetter diese teilweise zum Einsturz gebracht. „Mir geht nicht mehr das Geräusch aus dem Kopf, als der Westflügel 2008 in sich zusammenfiel“, gestand die Diplom-Agraringenieurin mit dem besonderen Faible zum Reitsport und zur Pferdezucht. Auch der Ostflügel war nicht mehr zu retten. Aufgeben mussten die Barofke & Heimlich GbR leider auch den Kartoffelkeller mit seinem Gewölbe. „Wir haben zugunsten der künftigen Bewohner auf den Keller verzichtet“, berichtete Christian Barofke. Nur so sei es möglich geworden, den Bewohnern den ebenerdigen Zugang zum Gebäude zu ermöglichen.

Baudezernent Ulrich Fiedler würdigte die Bauherrin als „mutige Frau“, die nicht nur die „Verwaltung in Bewegung halten kann“. Sie können„auch „ganz schön dicke Bretter bohren“, sagte er in Anspielung auf das riesige Projekt und fügte hinzu: „Darauf lohnt es sich anzustoßen.“ Zuvor hatten er und andere mitverfolgen können, wie die „Gutsherrin“ mit der linken Hand mit mächtigen Schlägen den letzten Nagel im Gebälk versenkte.

Historische Holzbauweise

Einzelne Räume mit ihren kompletten Grundrissen sind im Inneren des 70 Meter langen und 12 Meter breiten Gebäudes bereits zu erkennen. Lehmwellerwände wurden in der Mitte des Gebäudes erhalten und speziell saniert und dienen nicht nur der Erinnerung an die alte Baukunst, sie sollen auch Räumen besonders Flair verleihen. Im Foyer wurden originale Strebenböcke als tragende Elemente erhalten, um die historische Holzbauweise zu dokumentieren. Eine Dauerausstellung über das Werden und Wachsen des Projekts wird später ebenso im Foyer etabliert.

Neben der besonders energiesparenden Ausführung und der hauptsächlichen Verwendung ökologischer Baustoffe zeichnet sich das Projekt auch dadurch aus, dass zum Beispiel Regenwasser als Brauchwasser für die Toilettenspülung verwendet wird und die Abwasseraufbereitung über eine bereits seit zehn Jahren zuverlässig funktionierende Pflanzenkläranlage erfolgt.

Von Ditmar Wohlgemuth

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