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Delitzsch Photovoltaikanlagen auf Kita und Schule
Region Delitzsch Photovoltaikanlagen auf Kita und Schule
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18:42 26.01.2010
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. Bis zum 5. Februar sollen die am Montag während einer Informationsveranstaltung ausgeteilten Fragebögen wieder zurück in die Verwaltung gehen.

Am Montagabend gab es im Delitzscher Bürgerhaus eine Präsentation, bei der die etwa 50 interessierten Einwohner mehr über das Vorhaben Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden erfuhren. Zunächst referierte Sebastian Rösler vom Genossenschaftsverband und erläuterte unter anderem, dass es sich schon heute lohne, auf alternative Energien umzusteigen. Der Nutzen des Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) übersteige bereits jetzt deutlich die Kosten. Er wies auch auf weitere Vorteile des EEG hin. Es komme unter anderem zu Einsparungen von Importen, zu Preissenkungen durch Verdrängung teurem Stroms, aber auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen in innovativen Industrien. Die Gründung einer Solar-Genossenschaft sei bei der Errichtung, dem Betreiben und der Unterhaltung von dezentralen Anlagen eine Möglichkeit. „Deren Gründung ist schnell und unbürokratisch zu machen, zumal auch die Kosten im Vergleich zu einer GmbH oder ähnliches geringer ausfallen“, hieß es. Vorstand, Aufsichtsrat und Generalvollversammlung seien zu bilden. In einer Wirtschaftlichkeitsberechnung an einem konkreten Beispiel (Anlagengröße 100 kWp, Stromertrag im Jahr 950 kWp, Investitionssumme rund 426 000 Euro) wies der Genossenschaftsmann nach, dass sich der Einstieg in erneuerbare Energien finanziell lohne. Für Eigenkapital errechnete er zum Beispiel eine Rendite von 8,95 Prozent.

Ganz konkret wurde Michael Denef, Leiter Technik der Technischen Werke Delitzsch. Photovoltaikanlagen (PV) könnten nach derzeitigen Vorstellungen auf den Dächern der Grundschule Ost und der Kindertagesstätte Freundschaft in Delitzsch Ost entstehen. Letzteres Projekt könne jedoch erst nach erfolgter Dachsanierung des Hauses umgesetzt werden. Auf dem Schulgebäude stünden 610 Quadratmeter für 324 PV-Module zur Verfügung, auf der Kita wäre es etwa 1000 Quadratmeter für 348 Module. Als Gesamtinvestitionssumme nannte Denef 550 000 Euro. Die prognostizierten Erträge belaufen sich auf etwa 44 500 Euro im Jahr. Die gesetzliche Vergütung von 0,3803 Euro/kWh für die Einspeisung des Sonnenstroms wird bislang noch auf 20 Jahre garantiert. „Die Bundesregierung hat jedoch vor, diese Sätze zu prüfen“, hieß es. Im Gespräch ist eine Reduzierung um 15 bis 20 Prozent. „Für unser Vorhaben ist das natürlich kontraproduktiv“, stellte Andreas Rieck aus der Stadtverwaltung fest. Bei ihm laufen die Fäden in Sachen energieautarke Stadt Delitzsch zusammen.

Ditmar Wohlgemuth

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