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Delitzsch PlanZwoo trifft auch nach zehn Jahren noch den richtigen Ton
Region Delitzsch PlanZwoo trifft auch nach zehn Jahren noch den richtigen Ton
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06:00 18.04.2017
Spielen von Smokie bis zu James Bays „Hold Back The River“ jede Nummer: Heinz Barthel (links) mit seiner Band PlanZwoo Quelle: Manuel Niemann
Delitzsch

Der Gitarrenkurs war ein Geschenk mit 52: An der Volkshochschule ohne Noten, nur Akkorde wurden von Andreas Brünner gelehrt. „Das habe ich gemacht. Und nichts begriffen. Ich hatte ja noch nie ein Instrument in der Hand“, amüsiert sich Heinz Barthel heute. Auch der Aufbaukurs danach fruchtete nicht. Er wurde angesprochen, ob er diesen wiederholen wolle. Ergebnis: „Dasselbe.“ Das heißt, nicht ganz: In der letzten Stunde bot Brünner dann noch einen E-Gitarren-Workshop an. „Da haben wir das erste Mal eine E-Gitarre angefasst, und da hat es bei mir gefunkt.“

Erste Proben bei 40 Grad Celsius

„Planlos“, das war der erste Name. Und auch irgendwie, wie Heinz Barthel zu der Band kam, die in diesen Tagen auf zehn Jahre blickt. Am Anfang stand eine einfache Frage dieser Gitarrenkurs-Bekanntschaft: „Wollen wir uns nicht einmal im Monat treffen, das macht mehr Spaß, als alleine zuhause zu spielen.“ Ein Bassspieler kam dazu und die erste Bandbesetzung stand. Die probte auf Barthels Firmengelände im Werkstättenweg, direkt unter dem Dach. „Im Sommer waren da schon mal locker 40 Grad.“ Im Sportlerheim fragten sie eine weitere Teilnehmerin des Kurses an, ob sie nicht für sie singen wolle. Wollte sie nicht. Aber der Kneiper, der mitgehört hatte, sagte, er kenne da jemanden. „Wir drei Männer stehen oben und proben, da kommt hier ein junges Mädel über den Hof, schnurstracks auf uns zu: ‚Ich habe gehört, ihr sucht‘ne Sängerin. Soll ich mal was vorsingen?‘“ Die drei sahen sich an, und da sie gerade Ute Freudenbergs Jugendliebe probten, ließen sie Verena gewähren. Für Barthel der Moment, an dem er mit Gänsehaut dachte: „Ab jetzt ist das kein Spaß mehr, jetzt müssen wir was Ernsthaftes tun.“

Feste Größe auch beim Stadtfest

Über die ersten Auftritte sagt er: „Wir haben uns blamiert ohne Ende.“ Dennoch haben sie die Band geformt, hatten Ansporn, sich weiterzuentwickeln. Das wechselnde Bandpersonal brachte Wissen mit ein, gab der Band die Richtung, die sie heute spielt. „Wir möchten keine laute Musik spielen, sondern durch Gesang überzeugen, und das machen wir.“ Die Besetzung hat seitdem mehrfach gewechselt, aus Planlos wurde PlanZwoo. Verena Klieche mit ihrer tiefen Stimme blieb als Sängerin. Tina Kademann kam später dazu. Mit Frank Plato, sagt Barthel, habe er einen richtig guten Drummer, „Wim“ nennt sich der Bassist und mit Harald Hirsemann gibt es einen Gitarristen, der auch zu Mandoline und Keyboard greift. Mittlerweile trauen sie sich mit oder ohne ihre mobile Bühne überall hin, haben einen Fanclub und zwei Tontechniker an ihrer Seite. „Wo wir waren, holt man uns immer wieder – wie beim Stadtfest Peter und Paul.“

Von Manuel Niemann

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