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Delitzsch Plattenbau im Rackwitzer Märchenweg putzt sich heraus, Sanierung liegt in letzten Zügen
Region Delitzsch Plattenbau im Rackwitzer Märchenweg putzt sich heraus, Sanierung liegt in letzten Zügen
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16:00 20.12.2016
Mitarbeiter der Firma Herker aus Friedersdorf bei Bitterfeld beim Pflastern der Fußwege im Rackwitzer Märchenweg. Quelle: Wolfgang Sens
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Rackwitz

In den nächsten vier Jahren will die Gemeinde Rackwitz ihren rund 30 Jahre alten Mietwohnungsbestand im Neubaugebiet an heutige Bedürfnisse anpassen. Neben dem Abriss von zwei Blöcken setzt die Kommune dabei wie berichtet auf umfassende Sanierungen. Im Märchenweg 1 a-d ist optisch zu sehen, wohin die Reise gehen soll. Dort lässt die Gemeinde seit Anfang August einen Plattenbau sanieren. Das Vorhaben läuft als Pilotprojekt für die weitere Sanierung und ist nahezu abgeschlossen.

Gärten für Mieter und Rampe für Rollstuhlfahrer

Derzeit werden im Märchenweg die Außenanlagen fertiggestellt, wobei das Bepflanzen der Grünanlagen erst im Frühjahr erfolgen werde, sagt Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). Ein besonderer Hingucker soll das Umfeld des Blockes werden. Ein Hallesches Landschaftsarchitekturbüro hat Gärten mit Sträuchern, Bäumen, Sitzbänken und geschwungenen Pflanzhügeln entworfen. Die Gärten stehen ausschließlich den Mietern zur Verfügung. Außerdem wurde eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen errichtet, die einen ebenerdigen Zugang zum Erdgeschoss ermöglicht. Auch das hebt die Attraktivität.

Viel gab es an diesem Block, der im bewohnten Zustand saniert wurde, zu tun. Deshalb dankt der Bürgermeister allen Bewohnern, weil sie so kooperativ mitgezogen haben. „Nur so konnten die Arbeiten zügig voranschreiten.“ Die Sanierung umfasste unter anderem das Dach, an dem die Kaltdachfunktion wieder hergestellt wurde. Dort ging es vor allem darum, dass kein Wasser mehr von oben eindringen kann. „Für den Luftaustausch wurden 96 Zwangsbelüftungspunkte eingebaut, zählt Schwalbe auf. Zudem wurde der Dachbelag erneuert und eine Einblasdämmung eingebracht.

Balkone für Giebelwohnungen

Völlig neu sind die zehn Balkone an den Giebelwohnungen, die außen in Form von Türmen übereinander gesetzt worden sind. Mit ihnen will die Gemeinde die Außenwohnungen aufwerten, die sich bisher schlecht vermieten ließen, weil Balkone fehlten. Anders gestaltet wurden auch die Fassaden selbst. „Die neue Farbe soll ausstrahlen“, sagt Schwalbe und weist auf das Logo des Stadtumbaus hin, das mit dem Schriftzug „Gutes Wohnen in Rackwitz – gemeinsam, zentral, naturnah“ an der Giebelseite des Blockes aufgemalt ist. Zum Vorhaben gehörten ebenso Abdichtungsarbeiten an der Fassade und im Kellerbereich sowie die Erneuerung der Steigleitungen im Inneren des Gebäudes. Des Weiteren wurden die Eingangstüren, Klingelbretter und Briefkästen auf die Innenhofseite des Blockes verlegt, weil „von dort die Mehrheit der Bewohner ins Haus geht“, begründet der Bürgermeister. Die Kosten für die Sanierung liegen bei 472 000 Euro plus 150 000 Euro für die Neugestaltung der Außenanlagen.

Von Thomas Steingen

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