Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Podelwitzer Antikschreiner auf Elvis Presleys Spuren
Region Delitzsch Podelwitzer Antikschreiner auf Elvis Presleys Spuren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 19.12.2017
Jens Lange ist Mr.Boppin'J aus Leidenschaft. Quelle: privat
Anzeige
PODELWITZ/PÖNITZ

Elvis lebt! Zumindest bleibt er dank Männern wie Jens Lange lebendig. Als „Mr. Boppin‘J“ sorgt der Nordsachse für Stimmung wie zu den guten alten Zeiten von Pomade und Petticoat, Juke Box und Boogie Woogie.

Erster Auftritt gleich ein Erfolg

Angefangen hat für den Antikschreiner mit erfolgreicher Werkstatt im Rackwitzer Ortsteil Podelwitz alles ganz spontan, irgendwann im Sommer vor drei Jahren. Für das Dorffest im heimischen Pönitz wurde noch ein Showprogramm gesucht und der heute 51-Jährige fasste sich ein Herz. Rock’n’Roll- und vor allem Elvis-Fan ist er schließlich schon seit der Kindheit und aus der Leidenschaft des Singens kann man ja auch mal einen Spaß für die Dorfgemeinde machen. Er, der schon im Ursprungsberuf jeden Tag kreativ ist, legte noch einmal eine Schippe drauf.

Der Auftritt schlug dann ein wie eine Pomadebombe. „Ich habe eigentlich gedacht, ich probiere das einfach mal und gut ist“, erinnert sich Jens Lange an seinen ersten Auftritt, „dann musste ich fünf Zugaben geben und hatte gleich zwei Buchungsanfragen.“ Heute absolviert der Rockabilly-Mann zahlreiche Auftritte pro Jahr, sorgt für Stimmung in diversen Leipziger Lokalen und auf Szene-Events, hat erst vor Kurzem den Landgasthof in Podelwitz zum Kochen gebracht, verschönert Geburtstags- und Hochzeitsfeiern. Sogar bis Bayern haben ihn die Buchungen schon gebracht.

Harte Arbeit für das Hobby

Dahinter steckt viel Leidenschaft und freilich auch harte Arbeit. „Ich probe ein- bis zweimal pro Woche“, schildert Jens Lange. Dann verkrümelt er sich in den Keller und trainiert seine Stimme, lernt Texte, probt den Hüftschwung, lernt Gitarre. Arbeit, die Vergnügen ist. Die ganze Welt des Rock’n’Roll fasziniert ihn einfach, spornt an, begeistert und wird garantiert nie langweilig.

Dabei ist er selbst Jahrgang 1966, also eigentlich nach der Blütezeit des Rock’n’Roll geboren – Elvis Presley lebte zwar noch, doch die Hysterie um den Mann, der 1977 mit seinem frühen Tod endgültig zur Legende wurde, ebbte ab. „Mein Onkel war aber Rock’n’Roll-Fan“, berichtet Jens Lange. Und weil der Onkel zu jeder Familienfeier begeistert erzählte und so manches Lied zum Besten gab, war es eben auch um den kleinen Jens geschehen. Auch er versuchte, den Tanzstil nachzuahmen, fand die Klamotten cool und glänzte im Musikunterricht mit einer Stimme wie geölt.

Elvis-Filme rauf und runter

„Nach der Wende konnte man dann alles intensivieren“, erinnert sich der Familienvater. Die Filme über und mit Elvis liefen rauf und runter, und im Gegensatz zur DDR-Zeit gab es endlich auch Pomade für die perfekte Tolle im Haar. Und mit dem Aufkommen des Internets gab es schlicht kein Halten mehr, konnte die Geschichtsforschung in Sachen Rock’n’Roll perfektioniert werden.

Heute möchte der singende Schreiner sein Hobby nicht mehr missen. Und dank Männern wie ihm wird Elvis vermutlich doch immer leben.

Buchungen sind möglich unter mr.boppin.j@mrboppin-rock.de

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Maximilian (16 Jahre) und Hendrik (11) sind Brüder. Die beiden Delitzscher Jungs teilen ein schweres Schicksal. Sie haben in ihrem noch so jungen Leben bereits mit schweren Krebskrankheiten gekämpft. Die LVZ möchte die Jungs mit Mutter und Vater gern mit Ihrer Unterstützung in den Urlaub schicken. 5600,09 Euro sind dafür bereits gespendet.

15.12.2017

Bislang mussten sich Notaufnahmen auch mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden befassen. Künftig sollen Bereitschaftspraxen diese Patienten übernehmen. Nordsachsen wird Mitte 2018 zur Pilotregion. Eine erste Bereitschaftspraxis wird in Delitzsch entstehen. Erste Ergebnisse einer Bereitschaftsklinik in Niesky liegen vor.

18.12.2017

Abseits aller grauen Theorie geht es derzeit in nordsächsischen Schulen zu. Das Delitzscher Baff-Theater ist gekommen, um die Schüler in ihrer gewohnten Umgebung baff zu machen. Immerhin geht es um die großen Fragen des Lebens.

15.12.2017
Anzeige