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Poker um den Rathaus-Chefsessel:Jetzt werden die Karten gemischt

Poker um den Rathaus-Chefsessel:Jetzt werden die Karten gemischt

Gut sechs Monate vor der Oberbürgermeister-Wahl werden im politischen Delitzsch die Karten gemischt und die Joker sortiert. Doch anders als etwa in Eilenburg, wo die SPD schon im Oktober ihren Kandidaten für 2015 präsentierte und die CDU vergangene Woche nachzog, laufen in Delitzsch die Vorbereitungen ausschließlich hinter den Kulissen.

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Manfred Wilde (parteilos, links), Uwe Bernhardt (FW) und wer noch? Das ist in Delitzsch die große Frage mit Blick auf die Oberbürgermeister-Wahl 2015.

Quelle: Grafik Patrick Moye

Delitzsch. Immerhin: Bis kurz vor Weihnachten sollen die Karten weitgehend auf den Tisch.

Die (potenziellen) Delitzscher Königsmacher teilen sich derzeit in zwei Lager: die Fädenzieher und die Abwartenden. Der CDU kommt eher die erstgenannte Rolle zu. Schließlich sind die Christdemokraten als mitgliederstärkste Fraktion nicht nur im Stadtrat ein Schwergewicht - auch beim Wahlvolk, das am 7. Juni das entscheidende Wort hat, dürfte die Wahlempfehlung der CDU von hoher Bedeutung sein. 2008 zeigten sich die Delitzscher Christdemokraten durchaus gespalten: Während ein großer Teil den eigenen Kandidaten Thilo Wolff unterstützte, stellten sich andere hinter einen parteilosen Einzelbewerber, einen gewissen Manfred Wilde, damals Museumsleiter im Schloss. Der Ausgang der Geschichte ist bekannt. Nicht unwahrscheinlich, dass es auch 2015 wieder CDU-Sympathien für Manfred Wilde gibt.

Allerdings sind die Vorzeichen nun andere als 2008. Die CDU hat an Einfluss im Stadtrat verloren, insbesondere an die Freien Wähler, die sich zur Kommunalwahl 2009 erstmals Sitze sichern konnten und dieses Jahr noch weitere Mandate hinzugewannen. Zudem fand innerhalb der CDU ein Wandel statt, der Nachwuchspolitiker wie Mathias Plath nach vorn brachte.

Insofern sind es auf den ersten Blick drei Personen, die sich als aussichtsreiche Bewerber anbieten würden. Zum einen Freie-Wähler-Chef Uwe Bernhardt, seit Jahren einer der Hauptwortführer im Stadtrat und als Diplom-Verwaltungswirt ein Mann vom Fach. Andererseits Mathias Plath, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes mit Charisma und diplomatischem Geschick. Und natürlich der Amtsinhaber selbst.

"Ich werde mich Mitte Dezember äußern, ob ich wieder antrete", sagt Manfred Wilde auf LVZ-Nachfrage. Das solle kein Zeichen von Zauderei sein, sondern "ich möchte meine Belegschaft als erstes informieren. Außerdem bin ich dabei, meine Amtszeit Revue passieren zu lassen. Ich möchte dann mit einem für mich sauberen Entschluss nach außen treten."

Interessanterweise haben auch die Christdemokraten einen ähnlichen Zeitplan. Mathias Plath kündigt an, dass der Vorstand des Stadtverbandes sich Mitte Dezember äußern werde, welchen Vorschlag er der Mitgliederversammlung unterbreitet. "Dann werden Ross und Reiter genannt", kündigt Plath an.

Und die Freien Wähler? Uwe Bernhardt hält sich auf dem Tableau: Der Prüfprozess bei der Wählervereinigung laufe noch, auch in andere Richtungen. Einig seien sich die Freien bereits, dass sie den Amtsinhaber nicht unterstützen. "Sollte sich die CDU entscheiden, ihren Stadtverbands-Vorsitzenden zu nominieren, stünden wir dieser Personalie sehr offen gegenüber." Steigende Chancen also für Mathias Plath. Eine Entscheidung allerdings macht Plath bereits öffentlich: "Ich selbst stehe nicht zur Verfügung."

Es dürfte also ein spannender Dezember werden. Zumal auch die SPD nachhaltig ins Geschehen eingreifen könnte. Wie Ortsvereins-Vorsitzender Rüdiger Kleinke mitteilt, halten sich die Sozialdemokraten noch alle Optionen offen. 2008 traten sie mit Theodor Arnold an. "Wir werden rechtzeitig entscheiden, ob wir einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Sofern es einen SPD-Kandidaten gibt, wird dieser allein entscheiden, wann er seine Kandidatur öffentlich macht", unterstreicht Kleinke. Noch sitzt die Zeit nicht im Nacken. Und nicht auszuschließen ist, dass weitere, parteilose Bewerber sich ins Spiel einmischen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Von Kay Würker

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