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Delitzsch Politischer Aschermittwoch: Bunte Banane für Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster
Region Delitzsch Politischer Aschermittwoch: Bunte Banane für Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster
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00:04 12.02.2016
DCV-Präsident Rüdiger Kleinke übergibt die Bunte Banane an Astrid Münster. Quelle: Foto: Kay Würker
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Delitzsch


Die Flüchtlinge, das war zu erwarten, bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt dieses Abends. Albert Pfeilsticker, vor Jahren aus Baden-Württemberg eingewandert, nutzte die Gelegenheit, danke zu sagen. „Dafür, dass ihr mich hier aufgenommen habt, obwohl ich aus einem sicheren Herkunftsland kam und die deutsche Sprache nicht so spreche, wie ihr es gewohnt seid.“ Bernd Biedermann beschrieb sein Dasein als Angehöriger einer Minderheit – erst DSU-Mitglied, nun bei den Liberalen. Und auch der DCV ergriff das Wort: David-Alexander Straub mimte den Nachrichtensprecher, verkündete neueste Entscheidungen aus Berlin: „Neonazis sollen künftig gerechter auf die Bundesländer verteilt werden. Gefordert wurde das insbesondere von Sachsen und Thüringen.“ Die Obergrenze für Flüchtlinge – 1,73 Meter, aus Platzspargründen – habe sich hingegen nicht durchgesetzt.

Der DCV war am Mittwochabend vor allem fürs Rahmenprogramm zuständig. Zum zweiten Mal nach der Premiere 2015 hatten die Delitzscher zum Wortabtausch in kreisweiter Ausgabe eingeladen. Noch steckt die Veranstaltung im Kleinkindalter, ist dabei, ein bisschen zu zahnen. Wirklich bissig war sie noch nicht. Zumal von zwölf eingeladenen Parteiischen nur vier erschienen waren. „Das müssen mehr werden. Ich werde dafür werben“, kündigte Astrid Münster an. Ordentlich Biss hatte das Kulturangebot. Gruppen des DCV und ECC vollführten Show- und Gardetanz, ließen die Puppen tanzen und Egon Olsen die Stadtfestkasse stehlen. Sogar zwei Gäste aus Zwickau, Sachsenpokalsieger im Hip-Hop-Duo, fegten über die Bühne.

Und das Wichtigste gab’s zum Schluss: die Bunte Banane. Ein Wanderpokal für die beste Politiker-Rede des Abends. Titelverteidiger Frank-Uwe Wolf hatte ihn brav wieder mitgebracht, das Publikum stimmte in geheimer Wahl ab – nun hat Astrid Münster die Obsttrophäe. Als Siegerin darf sie nun tun, was Politiker am liebsten machen: Geldgeschenke verteilen. Die Startgelder der Redner, insgesamt 400 Euro, will sie an die Heilpädagogische Kita des Behindertenzentrums Delitzsch geben. „Weil auch mein körperlich und geistig behinderter Neffe dort betreut wurde und eine Super-Entwicklung genommen hat.“

Von Kay Würker

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