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Delitzsch Delitzscher Bank: Geldautomaten aus der Wand gerissen
Region Delitzsch Delitzscher Bank: Geldautomaten aus der Wand gerissen
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09:13 29.11.2018
In der Sparda-Bank-Filiale in der Eilenburger Straße in Delitzsch wurden in der Nacht zu Mittwoch Bargeld-Automaten aus der Wand gerissen. Hier ist die Spurensicherung ist im Einsatz. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Zu einem Polizei-Einsatz ist es am frühen Mittwochmorgen in Delitzsch gekommen. In der Sparda-Bank-Filiale in der Eilenburger Straße waren die Bargeld-Automaten schwer beschädigt und teilweise aus der Wand gerissen worden. Ob und wie viel Geld der oder die Täter erbeuten konnten, war zunächst noch nicht bekannt. Kriminalisten aus Leipzig untersuchten am Vormittag den Tatort. Kurz nach zehn Uhr beendeten sie die Arbeit direkt vor Ort.

Spurensicherung am Mittwochvormittag in Delitzsch: In der Nacht wurden in der Filiale der Sparda-Bank in der Eilenburger Straße die Geldautomaten aus der Wand gerissen

Kunde bemerkt Tat

Ein Kunde der Bank, der gegen 5.30 Uhr Geld von seinem Konto abheben wollte, hatte beim Betreten der Filiale sofort bemerkt, dass die beiden dort installierten Geldautomaten aus der Wand gerissen beziehungsweise beschädigt worden waren. Auch an den Tresorfächern im Unterbau der Automaten hatten sich die Unbekannten zu schaffen gemacht. Der Filial-Raum lag voller Papier, so der Zeuge. Der Mann alarmierte umgehend die Polizei, die wenig später am Tatort eintraf.

Leute haben nachts Geräusche gehört

In der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig lagen Mittwochnachmittag zunächst widersprüchliche Fakten zu dem Fall vor. Die müssten erst noch abgeklärt werden, erklärte auf LVZ-Nachfrage Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Fest stehe: Als die Filiale am Dienstag um 18 Uhr schloss, sei alles noch in Ordnung gewesen. Gegen 3 Uhr in der Nacht hätten Bürger Geräusche gehört, ihnen aber zunächst keine Bedeutung beigemessen. Laut Braunsdorf könnte dies aber möglicherweise der Tatzeitpunkt sein.

Die von den Kriminaltechnikern gesicherten Spuren gehen nun zur Auswertung. Die Polizei will weitere Anwohner befragen. Zudem wird man prüfen, ob es verwertbares Bildmaterial von Überwachungskameras gibt.

In der Sparda-Bank-Filiale in der Eilenburger Straße wurden die Bargeld-Automaten aus der Wand gerissen. Quelle: Wolfgang Sens

Filiale vorerst geschlossen

Wann genau die Kunden der Bank diese wieder regulär besuchen können, ist nicht geklärt. Aktuell weist ein Schild auf die vorübergehende Schließung der Filiale aus „technischen Gründen“ hin. Da die Ermittlungen noch andauern würden, könne man keinen genauen Zeitplan für die Wieder-Eröffnung nennen, heißt es seitens der Bank. Auch zur Schadenshöhe oder der Summe an entwendetem Geld beziehungsweise, ob überhaupt welches entwendet werden konnte, gibt es keine Auskunft von dem Unternehmen solange die Polizei noch ermittelt. Das kann noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Kunden können ausweichen

Fußläufig können die Kunden einige weitere Banken in Delitzsch erreichen und dort Geld abheben, allerdings meist gegen Gebühr. An Automaten der CashPool-Gruppe entfallen die Gebühren. Bargeld können die Bankkunden auch bei Supermärkten wie Rewe, Netto und Penny von ihren Konten abheben. Die erste Sparda-Bank als Genossenschaftsbank wurde 1896 von Eisenbahnern in Karlsruhe begründet und ist auch in der einstigen Eisenbahner- und der Genossenschafts-Stadt Delitzsch sehr beliebt, weshalb hier seit Langem und nach wie vor eine ordentliche Filiale betrieben wird, die von den Kunden vor allem für ihren persönlichen Service geschätzt wird. Infos zu Standorten und Online-Banking der Sparda gibt es auf deren Homepage unter www.sparda-b.de im Internet.

Bereits zweiter Einsatz in diesem Jahr

Einen Polizei-Einsatz an einer Bank in Delitzsch hatte es am Jahresanfang bereits gegeben. Ein Fehlalarm in der wenige Meter entfernten Volksbank, die ihren Sitz ebenfalls in der Eilenburger Straße hat, hatte für einen Aufsehen erregenden Einsatz von Polizisten mit schwerer Bewaffnung gesorgt.

Von Christine Jacob

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