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Polizei will sich aus Radfahrausbildung für Schüler zurückziehen

Delitzsch/Eilenburg Polizei will sich aus Radfahrausbildung für Schüler zurückziehen

Die Polizei wird sich mit Ende dieses Schuljahres, im Juni 2016, aus der praktischen Radfahrausbildung in den Grundschulen zurückziehen. Genaue Gründe für diesen Schritt wurden zwar nicht genannt, aber offentsichtlich hat die Personalsituation zu diesem Schritt geführt.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch/Eilenburg. Die Polizei wird sich mit Ende diesen Schuljahres, im Juni 2016, aus der praktischen Radfahrausbildung in den Grundschulen zurückziehen. Das bestätigte auf Anfrage eine Mitarbeiterin der Zentralstelle für polizeiliche Prävention des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen. Von dort aus werden alle Maßnahmen der Prävention, also auch der Verkehrserziehung an Schulen, koordiniert. Genaue Gründe für diesen Schritt nannte die Mitarbeiterin nicht, merkte jedoch an, dass auch die Personalsituation dazu zwinge.

Evaluierungen dazu hätten schon längerfristig stattgefunden, jetzt seien die entsprechenden Entscheidungen gefallen. Für den praktischen Teil der Radfahrausbildung im dritten und vierten Grundschuljahr hatte die Polizei bislang Beamte abgestellt. Sie hatten den Schülern in den Jugendverkehrsschulen oder auf eigens dafür hergerichteten Flächen die Regeln des Straßenverkehrs in praktischen Übungen beigebracht.

Der Übungsparcours ist mit Verkehrsflächen gestaltet, es gibt Kreuzungen, Ampeln, Verkehrsschilder. Dabei kam es den Polizeibeamten vor allem darauf an, realitätsnahe Situationen zu entwickeln, damit die Schüler das richtige Reagieren lernen. Dieser Part soll jetzt offenbar wegfallen. Dass Lehrkräfte bei Präventionsthemen weiter geschult werden und auch entsprechendes Material zur Verfügung gestellt wird, stehe allerdings außer Frage, hieß es aus der LKA-Zentralstelle. Auf diesen Gebieten wolle man weiter mit den Schulen in Kontakt bleiben.

Das Üben mit dem Fahrrad im Straßenverkehr könnte dadurch noch mehr zum Bestandteil der Arbeit der Deutschen Verkehrswacht werden. Sie unterstützte auch bisher die Ausbildung der Schüler der dritten und vierten Klassen, stellte das Material für die Verkehrsschule zur Verfügung. Für Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) ist die Verkehrswacht ein "zuverlässiger Partner", wie er kürzlich betonte. Allerdings hat die Region Delitzsch/Eilenburg ein Problem. "Wir sind seit geraumer Zeit dabei, in Zusammenarbeit mit der Stadt Delitzsch und dem Landratsamt Nordsachsen die Verkehrswacht Delitzsch/Eilenburg neu zu gründen", teilte Helmut Büschke, Geschäftsführer der Landesverkehrswacht auf Anfrage mit. Auch habe die Landesverkehrswacht ein Angebot abgegeben, die praktische Radfahrausbildung zu übernehmen. Allerdings müssten dazu erforderlichen Mittel bereitgestellt werden.

Für den Sprecher der Bildungsagentur Leipzig, Roman Schulz, wird der Rückzug der Polizei eine "Lücke reißen". "Die Polizei hat bislang ein super Paket in Sachen Prävention für die Schulen geschnürt und hervorragend umgesetzt", betonte Schulz und war voll des Lobes über die Arbeit der Beamten. "Die Qualität ihrer Arbeit war sehr gut und nachhaltig." Es sei schon ein Unterschied zu merken, ob Präventionsthemen von Lehrern oder von Polizeibeamten vor den Schülern besprochen werden. Lehrer haben die Schüler immer vor sich, die Abwechslung und das Expertenwissen wirke anders auf die Schüler.

Nichtsdestotrotz werde man sich in den Schulen jetzt neue Partner suchen müssen. Wie Roman Schulz erklärte, gebe es auch Projekte, beispielsweise mit der Dekra und mit der Verkehrswacht. Wie wichtig die Verkehrserziehung insgesamt ist, zeige die Unfallstatistik. Gab es 1995 noch 3038 Kinder, die bei einem Unfall verletzt wurden, so waren es 2014 nur noch 1308. 29 Kinder starben im Jahr 1995, 2014 waren es noch zwei.

Von Ditmar Wohlgemuth

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