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Posthume Ehrung für Jaguarundi Frank

Posthume Ehrung für Jaguarundi Frank

Posthum kommt der schielende Jaguarundi Frank aus dem Tiergarten der Loberstadt nun noch zu großen Ehren: Die Stadt Delitzsch hat eine Postkarte mit seinem Konterfei auflegen lassen.

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Kommt vielleicht noch ganz groß raus: Der schielende Jaguarundi Frank.

Quelle: Stadtverwaltung Delitzsch dpa

Delitzsch. Die sollte eigentlich schon zu Lebzeiten der Wieselkatze mit dem Silberblick veröffentlicht werden, befand sich bis vor Kurzem aber noch im Druck.

Dazwischen platzte nun die traurige Nachricht: Jaguarundi-Kater Frank, der älteste seiner Art in Europa, musste am Wochenende eingeschläfert werden (wir berichteten). „Sein Gesundheitszustand hat sich sehr schnell und rapide verschlechtert, vor allem sein Kreislauf spielte nicht mehr mit“, berichtet Tiergartenleiterin Katrin Ernst. Die Obduktion ergab: Frank litt an Krebs. Stadt und Tiergarten aber halten an der Karte fest: 250 Stück sollen verkauft werden.

Unterdessen haben, so berichtet Tiergartenchefin Ernst auf Anfrage der Kreiszeitung weiter, bereits Präparatoren angefragt, den Kater mit dem Knick in der Optik ausstopfen zu dürfen. „Jaguarundi sind so selten in Europa, dass es von großem Interesse ist, sie etwa in einem Museum zeigen zu können“, erläutert Ernst.

Schließlich ist der Delitzscher Heimatzoo einer von gerade einmal vier in ganz Deutschland, die jene Kleinkatzenart aus Brasilien zeigen. Ob Frank tatsächlich ausgestopft wird, sei aber von der unteren Naturschutzbehörde abhängig, die erst ihre Erlaubnis erteilen muss. Wird Frank so verewigt, wird er wohl nicht am Lober bleiben: „Der Tiergarten selbst kann sich das mehrere Tausend Euro teure Präparieren nicht leisten. Wir brauchen das Geld für die lebenden Tiere“, bedauert Ernst.

Auch der Nachwuchs, den Frank vielleicht noch mit der deutlich jüngeren Jaguarundi-Dame Malinki gezeugt hat, würde Delitzsch wohl verlassen müssen: Der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, an dem der Tiergarten mit den beiden teilgenommen hatte, würde im Fall des Falles entscheiden, wohin der Spross abgegeben wird, „um die genetische Vielfalt der Art zu erhalten“, wie Ernst weiter erklärt.

Wie die Karte aussehen soll, erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung.

Christine Gräfe

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