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Delitzsch Prinzessin für eine Nacht und die weitere Suche
Region Delitzsch Prinzessin für eine Nacht und die weitere Suche
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17:53 13.11.2011
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. Auch in Rackwitz wurde am Samstagabend der Karneval 2011/12 mit einer großen Eröffnungsparty eingeläutet.

Zwar gibt es den Rackwitzer Faschingsclub (RFC) und seine alljährlichen Veranstaltungen nun schon 35 Jahre, trotzdem war die Samstagnacht eine ganz besondere. Denn im Hause des RFC kündigten sich bereits in den vergangenen Monaten größere und kleine Veränderungen an. Die erste Neuerung erfuhren die Gäste in der Rackwitzer Turnhalle gleich zu Beginn des rund 90-minütigen Programms. „Meine Prinzessin hat sich aus dem Staub gemacht", verkündete Prinz Racki der 35. alias Sven Bräuer und suchte deshalb kurzerhand im Publikum nach einer passenden Nachfolgerin für Ex-Prinzessin Silke Zimmermann. Und die war auch schnell gefunden. Cowgirl Mandy Jahn fiel dem Prinzen in die Augen und schon war‘s um ihn geschehen. „Möchtest Du an meiner Seite stehen schöne Mandy", fragte er auf Knien und zeigte sich erleichtert, als die 37-Jährige ihm keinen Korb gab.

Was für Faschings-Laien durchaus eine spontane Liebesgeschichte hätte sein können, erwies sich allerdings als inszenierter Teil des Programmes. „Ich bin seit 13 Jahren Mitglied im Verein und nachdem Silke gegangen ist, haben die anderen mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, diese Rolle zu übernehmen", erklärte Jahn lächelnd nach der Show. Quasi über Nacht ist sie deshalb adlig geworden.

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Doch längerfristig sieht sich die Leipzigerin nicht als Prinzessin. „Um ehrlich zu sein, stehe ich nicht so gern im Mittelpunkt. Ich helfe immer gerne aus, aber eigentlich sucht der Verein weiter nach einer jungen, engagierten Frau, die unsere künftige Prinzessin werden will. Interessierte können sich gerne melden."

Die zweite Veränderung war die Aufnahme der Jugendtanz-Gruppe „Snoops". Die Tänzer unterstützen den RFC schon seit geraumer Zeit. „Bisher waren sie jedoch quasi immer nur zu Gast, wird Zeit, dass sie offizielle Mitglieder werden", sagte Jürgen Kellner. Gesagt – getan. Mit einem Schokoladen-Weihnachtskalender als Willkommensgeschenk wurden über 20 Tänzerinnen in den Bund der Rackwitzer Jecken aufgenommen.

Dieses Ritual steht auch Clemens Döring bevor, denn er bringt dem Verein die wohl größte Veränderung. Nach 29 Jahren, in denen er – laut Clubchefin Katrin Witt „wie kein Zweiter" – durchs Programm geführt hat, gibt Kellner seinen Posten als Chefmoderator ab. Als Witt diese Nachricht dem Publikum verkündet, tönen von allen Seiten „Nein!"-Ausrufe. Doch es nützt nichts, Kellner hat sich entschieden. „Nach so langer Zeit fällt mir das natürlich schwer, doch wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören", erklärte der Deutsch- und Geschichtslehrer des Delitzscher Gymnasiums sichtlich gerührt. Seinen Posten übergab er offiziell dem 15-jährigen Clemens. „Ich trete in große Fußstapfen, aber ich glaube, ich habe das Temperament meines Opas geerbt. Der war nämlich der Vorgänger von Jürgen in der Vereinsmoderation", sagte der Neuntklässler aus Krostitz mit entschiedenem Lachen.

Julia Wick

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