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Delitzsch Profiköche machen in Artur-Becker-Schule Lust auf’s Kochen
Region Delitzsch Profiköche machen in Artur-Becker-Schule Lust auf’s Kochen
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16:00 07.05.2017
Volker Frohn unterstützte die Nachwuchsköche auf dem Weg zum eigenen Drei-Gänge-Menü. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Ein angenehmer Duft lag im Keller der Artur-Becker-Oberschule in der Luft, der klar machte, hier wird heute frisch gekocht. Es sollte ein besonderer Abschluss für das Fach Wirtschaft, Technik und Haushalt sein. Dafür hatte die Schule unterstützt von der Stadt ein Kochevent der Cateringfirma Sodexo organisiert. Die hat sich auf Kinder- und Schülerverpflegung spezialisiert und beliefert seit 1992 vom Standort Wolfen aus auch die Beckerschule.

Crashkurs im Kochen mit frischen Zutaten

Seit 20 Jahren widmet sich der Essenversorger auch der Erziehung zur richtigen Ernährung. „Cook@School“ heißt das Programm, das die Schule zur Küche macht. „Nicht die Kinder kommen zu uns, sondern wir kommen zu den Kindern“, erklärt Koch Volker Frohn. Zusammen mit einem Kollegen und Ilka Adamson, die den Kindern Tischmanieren beibringt, soll der Crashkurs vor allem Lust darauf machen, mit frischen Zutaten selbst zu kochen. Zumindest die Anregung dazu möchten sie geben. Verarbeitet werden nur frische Waren. Manchmal hätten die Kinder dazu gar keinen Bezug mehr. Oder wie Anka Dreßler erzählt, in Zeiten von Klettverschlüssen holpere bereits der Start, wenn es daran gehe, die Küchenschürze mit einer Schleife zu versehen. Sie unterrichtet Deutsch und Französisch, ist Vertrauenslehrerin und sorgte dafür, dass in der Küche der Überblick nicht verloren ging. Die Kinder, wie die 11-jährige Miri, waren zwar auch froh, ein paar Stunden Englisch entkommen zu sein, waren aber sichtlich mit Spaß dabei.

Tischkultur zum Drei-Gänge-Menü

Die 20 Kinder konnten aus verschieden Vorspeisen, Hauptgängen und Desserts ihr dreigängiges Wunschmenü zusammenstellen. Gemüse wurde in akkurate kleine Würfel verwandelt und auf Tellern drapiert. Ilka Adamson erklärte indes, was zur Tischkultur und dem Miteinander an einer festlich gedeckten Tafel gehört. „Wir haben hier nicht einen großen Löffel für jeden“, scherzte sie. Daneben gab es noch eine Zuckerolympiade und den Parkours der Sinne für die Kinder zu entdecken. Sie konnten mit verbundenen Augen Lebensmittel ertasten, riechen und schmecken. Wie viel Zucker gesund und wie viel mehr wo enthalten ist, verdeutlichte der Zuckerdetektiv. Ebenso wurde der Weg der Rübe zum fertigen Zucker erklärt.

Anregung, sich bewusster zu ernähren

Über gesunde Ernährung aufzuklären, sei eingebunden in das Gesamtkonzept der Schule, sagte Dreßler. Das habe sich auch der Sucht- und Gewaltprävention verschrieben. Amüsiert betrachtete sie, wie die Kinder die neu erlernten Manieren zelebrierten. Dann sprach sie augenzwinkernd aus Erfahrung: „Das hält jetzt drei Tage, dann wandern die Arme wieder unter den Tisch.“

Von Manuel Niemann

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