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Delitzsch Prunkvolle Zeit erwacht in Delitzsch zu neuem Leben
Region Delitzsch Prunkvolle Zeit erwacht in Delitzsch zu neuem Leben
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13:27 21.05.2018
Im Speisezimmer erklärt Jürgen Geisler  (rechts) als kursächsischer Haus- und Hofmeister den Gästen die barocken Tischkulturen. Quelle: Anke Herold
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Delitzsch

Damen mit gebauschten Kleidern und Schleppe, farbenfroh und viel Schmuck, Herren mit Ärmelaufschlägen, Rheingrafenhose, Allongeperücke und einem Dreispitz-Hut auf dem Kopf ließen am Samstag und Sonntag eine prunkvolle Zeit zu neuem Leben erwachen. Das Barockschloss Delitzsch war Zentrum der Festlichkeiten und stand in diesem Jahr unter den historischen Eindrücken des Dreißigjährigen Krieges. Die Sonderausstellung „Kampf und Leid – Dreißigjähriger Krieg um Delitzsch und seine Folgen“ wurde Freitagabend mit einer Vernissage eröffnet. In diesem Rahmen übergab der Lionsclub Museumsleiter Jürgen Geisler einen Scheck über 500 Euro. Zwei Gemälde des Delitzscher Malers Hans Bussmann sollen damit restauriert werden.

Das Festspektakel unter dem Thema „Feyerei trotz Krieg“ wurde an beiden Tagen mit den Schwedensignalen der Türmerstochter und mit Kanonen- und Musketensalut der Delitzscher Landsknechte eröffnet. Beim Blick ins üppig gestaltete Programm gab es unter anderem eine theatralische Zeitreisen in längst vergangene Zeiten, Einblicke in das Leben von Herzogin Henriette Charlotte von Sachsen Merseburg aber auch Leid und Schrecken des Krieges begleiteten das Fest-Wochenende. Museumsleiter Jürgen Geisler zeigte sich zufrieden mit der Besucherzahl.

Jürgen Geisler  führte die Gäste als kursächsischer Haus- und Hofmeister durch den Barockgarten. An seiner Seite Cathleen Quarg als Herzogin Henriette Charlotte von Sachsen Merseburg. Quelle: Anke Herold

Er selbst führte die Gäste als kursächsischer Haus- und Hofmeister durch den Barockgarten. Anschließend erwartete die Teilnehmer im Schloss ein Rundgang.

Im Audienzzimmer konnten sich die Besucher an dem barocken Spiel „Der königliche Irrgarten“ erheitern. Quelle: Anke Herold

Im Audienzzimmer konnten sich die Besucher an dem barocken Spiel „Der königliche Irrgarten“ erfreuen. Für die kleine Eden Barre und die Leni Funke genau das richtige an diesem Tag. Mit Hilfe von Esther Barre schafften es die Mädels, zuerst den Prinzen durch das große Labyrinth zu führen. „Die Prinzessinnen mit den tollen Kleidern gefallen uns am besten“, sind sich die beiden Mädchen einig. Kathrin Keller aus Landsberg ist so eine Prinzessin. Für sie ging ein kleiner Traum in Erfüllung: „Schon viele Jahre liebäugle ich mit so einem hübschen Kleid.

Delitzscher Landsknechte bringen ihre Kanone für die Eröffnung des Festspektakes in Stellung. Quelle: Anke Herold

Nun habe ich es von meiner Tochter geschenkt bekommen und nutze nun die Gelegenheit, es einmal auszuführen. Dazu habe ich mir noch Perücke und Schmuck besorgt“, berichtete die Dame im Kostüm. Für die Herren untern den Besuchern dürfte wahrscheinlich eher das Lagerleben der Landsknechte, die Sonderausstellung „Pulverdampf und Knochensäge“ aber auch der Waffenschmied Armin König mit seiner Ausstellung auf der Schlosswiese von Interesse gewesen sein. Die gelungene Mischung mit einem Angebot für die ganze Familie machte die „Feyerei trotz Krieg“ in der Loberstadt so besonders.

Von Anke Herold

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