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Punktgenau: Schladitzer Bucht lädt ein zum Navi-Test

Punktgenau: Schladitzer Bucht lädt ein zum Navi-Test

Die Schladitzer Bucht hat eine neue Attraktion: knapp einen Viertelquadratmeter groß, ziemlich flach, aber enorm genau. Eine Metallplatte an der Uferpromenade in Höhe des Restaurants Levante bringt auf den Punkt, an welchem Punkt Besucher stehen.

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Erster Test an der Platte: Ria Liebscher zeigt mit aufgelegtem Smartphone, wie der Referenzpunkt funktioniert. Vize-Landrat Ulrich Fiedler (Mitte) schaut interessiert zu.

Quelle: Wolfgang Sens

Vermesser des Freistaates haben das Freizeitparadies auf Rackwitzer Gemarkung mit Koordinaten versehen. Besitzer von Navigationsgeräten und Smartphones können nun prüfen, wie genau ihre Technik arbeitet. Kostenfrei, rund um die Uhr. So was ist in Sachsen fast einmalig.

Geodätischer Referenzpunkt nennt sich das Angebot. Die Platte liefert eine auf zehn Zentimeter genaue Angabe, welche Position der Punkt auf der Weltkugel hat, bezogen auf das Kreuz in der Plattenmitte. Beschrieben wird dieser Ort sowohl in Meter- als auch in Gradangaben, also nach verschiedenen Koordinatensystemen. "Wir haben für diesen Referenzpunkt extra einen publikumswirksamen Standort ausgesucht", erklärt Nordsachsens Vize-Landrat Ulrich Fiedler (SPD). "Nach Bautzen sind wir erst der zweite sächsische Landkreis, der so einen öffentlichen Punkt bekommt." Außerdem gibt es noch zwei in Dresden - am Zwinger sowie beim Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung (GeoSn).

Der Staatsbetrieb gab den Anstoß für die öffentliche Verortung. "Es hat sich technisch in jüngerer Vergangenheit einiges getan. Vor nicht allzu langer Zeit waren genaue Koordinatenangaben noch geheim, inzwischen haben sie zentrale Bedeutung im privaten wie gewerblichen Alltag", sagt Ria Liebscher, Referatsleiterin beim GeoSn. Autonavigationsgeräte, Routenplaner für Wanderer und Radfahrer sowie Smartphones arbeiten damit. Positionsbestimmung ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso bedeutsamer ist die Genauigkeit der Geräte. Ein erster Test an der Schladitzer Bucht ergab: Ältere Smartphones lagen locker zehn Meter daneben, jüngere näherten sich bis zu zwei Meter an den tatsächlichen Wert an. Die Ungenauigkeit könnte in bestimmten Situationen echte Schwierigkeiten bereiten. Radler und Wanderer können bei zehn Metern Abweichung empfindlich vom Weg abkommen. Und Geocacher, die modernen Schatzsucher, suchen sich bei schlechter Orientierung womöglich einen Wolf.

Zu handhaben ist der Referenzpunkt relativ simpel. Voraussetzung ist das Auslesen der Standortkoordinaten des jeweiligen Gerätes. Bei diversen Smartphones ist dafür eine App nötig, bei iPhones eignet sich die Kompass-Funktion. Das zu testende Mobilgerät wird einfach aufs Kreuz gelegt. Dann heißt es vergleichen: Inwieweit weichen die Daten auf dem Display mit den Angaben auf der Platte ab?

Dass Ungenauigkeiten überhaupt möglich sind, liegt am Antennenchip und der nachgelagerten Elektronik, die im Gerät verbaut ist. Die empfängt die Signale von Satelliten, in der Regel aus dem GPS-System, und berechnet die Position. Je mehr Satelliten einbezogen werden - unter optimalen Bedingungen mehr als acht -, desto exakter der Wert. Auch die Höhe über dem Meeresspiegel wird ermittelt. Derart exakte Daten, wie sie die Vermesser im Staatsdienst ermitteln, liefert allerdings kein Freizeitgerät. "Und leider lassen sich die Chips nicht eichen. Die Gerätenutzer müssen die Abweichung also selbst berücksichtigen", erklärt Ria Liebscher. "Oftmals hilft es aber schon, den Fehler zu kennen."

Und falls der Referenzpunkt an der Schladitzer Bucht nicht zu finden ist, hier noch die Koordinaten: 51,437073 Grad nördliche Breite, 12,342758 Grad östliche Länge.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Kay Würker

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