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Rackwitz: Licht wird zur zentralen Angelegenheit

Rackwitz: Licht wird zur zentralen Angelegenheit

Von wegen, in Rackwitz ist nach Einbruch der Dämmerung nichts mehr los. Wer genau hinschaut, entdeckt in diesen Tagen mancherorts ein reges Wechselspiel von Licht und Schatten.

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Bausachgebietsleiter Sieghart Handke hat am PC-Bildschirm die komplette Straßenbeleuchtung im Griff. Über den blauen Kasten im Hintergrund kommuniziert der Computer mit den Steuerungsgeräten in den Schaltschränken.

Quelle: Kay Würker

Rackwitz. Die Gemeindeverwaltung justiert die Straßenbeleuchtung neu. Hier und da werden Laternen nachts stundenweise abgeschaltet oder komplett außer Betrieb genommen. Hintergrund sind intensive Sparbemühungen der finanziell klammen Kommune. Und neue Technik, die die Steuerung erleichtert.

So viel vorweg: Es gehe nicht darum, blindlings Düsternis zu verbreiten. "Wir prüfen, wo Lampen sinnvoll oder entbehrlich sind. Wir wollen Kosten senken, aber nicht an nötiger Sicherheit sparen", betont Bausachgebietsleiter Sieghart Handke. "Es ist ein Spagat zwischen den Gewohnheiten der Bürger, gesetzlichen Vorschriften und finanziellen Aspekten." Insbesondere reine Durchfahrtsstraßen ohne Passantenfrequenz seien prädestiniert fürs Abschalten jeder zweiten Laterne. Autos haben schließlich eigene Scheinwerfer. Andererseits müsse jedoch gerade dort umso mehr ausgeleuchtet werden, wo zum Beispiel Einbrüche passiert seien. "Beim Licht ist Flexibilität gefragt", betont Handke.

Da kommt die neue Technik gerade recht. ABSS - Adressierte Beleuchtungssteuerung mit Statuserfassung - nennt sich das System der Leipziger Firma Geo Sys, das in Rackwitz kürzlich in Betrieb genommen wurde - und dessen Zentrale bei Sieghart Handke im Büro steht. Ein Computer und ein blauer Kasten, mehr ist es nicht. Doch die Anlage hat es in sich: "Ich habe von hier aus Zugriff auf alle Laternen im Gemeindegebiet."

Die Funktionsweise basiert auf Mobilfunk. Etwa 1000 sogenannte Lichtpunkte gibt es in der Gemeinde, deren Steuerung zunächst an insgesamt 21 Schaltschränken zusammenläuft. Dort finden sich jeweils ein Steuergerät und ein Funkmodem. Die Zentrale in Rathaus nimmt per SMS Kontakt zu den Schaltkästen auf, löst dadurch das Ein- und Ausschalten aus und erhält zudem eine Statusrückmeldung. So wird sofort bekannt, wenn zum Beispiel eine Laterne den Dienst versagt.

"Vor Einführung der ABSS war die Fehlerquote hoch", schildert der Bausachgebietsleiter. "Die Beleuchtungssteuerung war uneinheitlich, weil jeder Schaltschrank einen eigenen Dämmerungssensor hatte. Die Wartung war aufwendig und teuer." Nun wird die Tageslicht-Intensität zentral im zweiten Obergeschoss des Rathauses gemessen, kann Sieghart Handke am PC die Empfindlichkeit nachjustieren.

Etwa 30 000 Euro kostete das System in der Anschaffung, rund 20 000 Euro jährlich soll es perspektivisch sparen helfen. Das entspricht knapp einem Drittel der kommunalen Stromkosten für Straßenbeleuchtung. "Allein durch die Zentralisierung der Steuerung sparen wir zwölf Prozent. Der Rest soll sich durch Modifizierungen ergeben", also zum Beispiel Abschaltungen von Lampen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Kay Würker

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