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Delitzsch Rackwitz - Zwochau: dritte Halbzeit abgepfiffen
Region Delitzsch Rackwitz - Zwochau: dritte Halbzeit abgepfiffen
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09:00 17.12.2009
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Rackwitz

Fans beider Mannschaften hatten sich in der Wolle und das Spiel ein Nachspiel. Mit Manfred Otto stand der Vorsitzende des Delitzscher Fußballverbandes an der Seitenlinie. Die Fans ließen jedenfalls reichlich Dampf ab. Es sei gezupft und gezogen worden, von Rangeleien und Körperkontakt war auch die Rede. Das Schiedsrichtergespann entschied zudem kurz vor dem Abpfiff auf Abseits gegen Zwochau. Die Zwochauer sahen das anders. Der Rackwitzer Fußball-Abteilungsleiter sei auf den Platz gegangen, um seinen Jungs zum Punktgewinn zu gratulieren. Dabei habe er den Zwochauer Mannschaftskapitän „getätschelt“, was einige Fans als Angriff werteten. Das Geschehen entwickelte nach dem Abpfiff eine Eigendynamik. Das Spiel selber sei trotz fünf Gelber Karten fair über die Bühne gegangen. Die Spieler beider Mannschaften waren in die Auseinandersetzungen nicht involviert.

Am Dienstagabend trafen sich Vertreter beider Vereine sowie Manfred Otto und Vorstandsmitglied Heiko Wittig in Rackwitz. Die Runde war sich schnell einig, dass solche Szenen nicht zum Fußball gehören, auch wenn so manche Außendarstellung maßlos übertrieben worden sei. „Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Angst. Ich habe mich auch nicht bedroht gefühlt. Zudem muss ich den Spielern beider Mannschaften bescheinigen, dass sie sich an keinen aggressiven Aktionen beteiligt haben“, so Otto.

Der Verbands-Chef räumte aber auch ein, dass es sehr wohl „zweideutige Situationen“ auf dem Platz gab und, dass auch provoziert worden sei. Maßlose Enttäuschung und überschwängliche Freude gepaart mit Provokationen müssen dann wohl die Tumulte beim gemeinsamen Abgang über den Platz ausgelöst haben. „Das ist irgendwie auch normal, dass sich solche Situationen hochschaukeln. Emotionen gehören zum Fußball. Es muss nur alles im Rahmen bleiben“, so Wittig, der sich nach der Veranstaltung erfreut äußerte, weil beide Vereine „in sehr erfreulicher Art und Weise ihre Schlüsse aus der Diskussionsrunde gezogen haben“. Zwochau und Rackwitz gaben sich symbolisch die Hand und hakten den Fall damit ab.

Aus Sicht des Delitzscher Fußballverbandes sei es am Dienstagabend besonders wichtig gewesen, auf die generellen Pflichten von Vereinen in derartigen Situationen hinzuweisen. Beispielsweise auf das Tragen der vorgeschriebenen Ordnungsbinden oder –westen. Außerdem sei es die Pflicht des Ordnungsdienstes und auch von Spielern und Betreuern beider am Spiel beteiligten Vereine, das Schiedsrichtertrio zu schützen, insbesondere den Abgang nach der Partie zu sichern. In diesem Zusammenhang müsse auch darauf geachtet werden, dass Zuschauer ihren Heimweg nicht über den Sportplatz nehmen. Was in Rackwitz schwierig ist, in Zwochau und in anden Orten übrigens auch, weil es meist der kürzestes Weg ist. „Wären allein diese recht einfach umzusetzenden Kriterien in Rackwitz befolgt worden, hätte es die Vorfälle vermutlich nicht gegeben“, so Wittig.

Frank Pfütze

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