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Delitzsch Rackwitz spart beim Straßenlicht fünfstellig
Region Delitzsch Rackwitz spart beim Straßenlicht fünfstellig
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15:26 29.04.2016
Ein roter Balken an der Laterne, wie hier vorm Ärztehaus an der Rackwitzer Hauptstraße, zeigt an: Die Lampe bleibt nachts mal dunkel. Quelle: Kay Würker
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Rackwitz

Nur so viel und so lange wie nötig: Die Gemeinde Rackwitz hat mit der Reduzierung der Straßenbeleuchtung aufs Notwendigste eine deutliche Kostenersparnis erreicht. Rund zweieinhalb Jahre nach der Einführung der zentralen Beleuchtungssteuerung für die 1020 Lichtpunkte zog Kämmerin Anke Hannicke Bilanz. Ergebnis: Nachdem die Gemeinde noch fürs Jahr 2013 über 80 000 Euro für den Strom zahlen musste, waren es im Vorjahr noch rund 64 000 Euro. Doch die Freude ist getrübt, denn auch mit dem neuen System tauchen unerwartete Tücken auf.

Immerhin: Die Einwohner scheinen sich mit der technischen Errungenschaft arrangiert zu haben. Anfangs war das anders. Bauamtsleiter Sieghart Handke erinnert sich noch gut an so manche Diskussion. In Regie des damaligen Bürgermeisters Manfred Freigang sei versuchsweise zunächst sehr deutlich eingegriffen worden. In vielen Straßen blieb plötzlich in den tiefsten Nachtstunden jede zweite Laterne dunkel. Das stieß zum Teil auf Widerstand, Sicherheitsbedenken wurden laut. Mit der Folge, dass manche Laterne wieder erleuchtet wurde. Unterm Strich blieb aber immer noch eine dreistellige Zahl an Lampen, die komplett außer Betrieb genommen wurden oder nachts zumindest stundenweise abgeschaltet werden. Gekennzeichnet sind sie mit einem roten Balken am Mast – so will es die Straßenverkehrsordnung.

Computersteuerung aus dem Rathausbüro

Ebenfalls mächtig sparen lässt sich mit dem späteren Ein- und zeitigeren Ausschalten der Laternen. Vor allem dabei hilft die neue Technik, die Sieghart Handke zentral von seinem Büro aus steuert. „Sieben Lux Tageslichtintensität sind hier die Schwelle“, erklärt er. Das Steuerungssystem namens ABSS – Adressierte Beleuchtungssteuerung mit Statuserfassung – misst am Rathaus per Dämmerungssensor, schickt Ein- und Ausschaltbefehle per SMS an die Schaltkästen in der Gemeinde. Das ist weniger fehlerträchtig als dezentrale Sensoren an allen Schaltschränken.

Doch auch mit ABSS läuft offenbar nicht alles glatt. Nachdem der Nachtstromverbrauch 2014 – direkt nach der Einführung – um etwa 30 Prozent zurückging, ist er 2015 wieder um rund 17 Prozent gestiegen. Und noch ist unklar warum. Lag es an ungünstiger Witterung oder an technischen Fehlern? „Die Elektriker werden das mal prüfen müssen“, sagte Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). Gelohnt habe sich die Umstellung aber auf alle Fälle. „Die Anschaffungskosten des Systems in Höhe von 37 000 Euro haben sich schon amortisiert. Jetzt sparen wir wirklich.“

Von Kay Würker

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