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Rackwitz will Schulanfänger gezielter verteilen

Grundschulstandorte Rackwitz will Schulanfänger gezielter verteilen

Es gibt Gesprächsbedarf in Rackwitz: Nachdem die Grundschule in Zschortau im August wieder eröffnet wurde, beschäftigt diese am Donnerstag den Gemeinderat erneut. Die Kommune fürchtet, dass mehr Eltern ihre Kinder dort anmelden wollen, als es der Standort hergibt. Dem möchte sie mit einem Grundsatzbeschluss entgegenwirken.

Die Grundschule Zschortau beschäftigt auch nach ihrer Sanierung weiterhin den Rackwitzer Gemeinderat.

Quelle: Manuel Niemann

Zschortau. Es war ein idyllisches Bild: Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern vereint. Das Band war durchschnitten, Luftballons stiegen zur Wiedereröffnung in den Himmel empor. Anschließend eroberten die ersten bis vierten Klassen der Grundschule Zschortau ihre frisch sanierten Schulräume. Darunter auch die 8 Mädchen und 18 Jungen, für die dies der erste Schultag überhaupt war. Die Grundschule Zschortau soll auch weiterhin einzügig sein. Das heißt, pro Jahrgang wird nur eine neue Klasse eingeschult. Verlief die Sanierung trotz Bauverzögerungen fast plangemäß, stellt die Bildungsstätte Rackwitz nun vor ein neues Problem. Sie hat ihre Aufnahmekapazität damit erreicht.

Gemeinde fürchtet Klagen

Weil Eltern für ihre Kinder den Schulort im Gemeindegebiet bisher nicht frei wählen konnten, ruft das nun die Verwaltung auf den Plan. Die fürchtet Klagen, weil in Zschortau schlicht der Platz für mehr als eine neue Klasse fehlt. Vor dem Hintergrund, dass durch die aktuelle Haushaltssperre keine weiteren Investitionen möglich sind, ist Rackwitz in Zugzwang. In der Sitzung am Donnerstag wird sich der Gemeinderat daher dem Schulstandort widmen. Ein Grundsatzbeschluss soll gefasst werden: Die Grundschulen in Zschortau und Rackwitz werden damit einem gemeinsamen Schulbezirk zugeordnet. „Es ist damit nicht mehr festgezurrt, dass Biesener, Kreumaer, Lemseler Kinder nach Zschortau müssen, sondern es besteht die Wahl der Eltern, das Kind auch in Rackwitz einzuschulen“, erklärt Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos).

Kinder sollen freiwillig nach Rackwitz

Die Verfahrensweise soll ab dem übernächsten Schuljahr 2019/20 greifen. Für das nächste Schuljahr gilt eine Übergangslösung: Zschortau wird in diesem Jahr ausnahmsweise zweizügig sein. Der Werkraum werde als Klassenraum mitgenutzt. Danach sollen mehr Kinder die Grundschule in Rackwitz besuchen. Dort sei eine Zweizügigkeit problemlos herzustellen, ein zusätzlicher Klassenraum mitsamt Garderobe werde dort im Zuge der laufenden Sanierung geschaffen. „Wir beabsichtigen die Umlenkung der Kinder“, so Schwalbe weiter. Wohlgemerkt: Ohne Zwang, er möchte es vermeiden, Schüler per Los einer Schule zuzuordnen. „Das ist meine persönliche Zielstellung.“ Für Akzeptanz auf Seiten der Eltern soll den Kindern eine Vorschule ermöglicht werden und soll es auch eine Beteiligung an den Fahrtkosten geben.

Bekenntnis zu beiden Grundschulstandorten

Der Beschlussentwurf sorgte bereits in der Sitzung des Technischen Ausschusses vergangene Woche für eine rege Diskussion. So gab Gemeinderat Edmund Boegel (CDU) zu bedenken, das es noch gar nicht lang her sei, dass man um den Standort in Zschortau gekämpft habe. „Verbauen wir heute nicht die Zukunft von in zehn Jahren?“, fragte er. „Das, was in Zschortau geschaffen wurde, ist das, was sich die Gemeinde finanziell leisten konnte“, entgegnete Schwalbe. Sonst müssten bereits alle Zschortauer Kinder nach Rackwitz fahren. Im Beschluss zu einem gemeinsamen Schulbezirk werde sich die Gemeinde ausdrücklich zu den zwei Grundschulstandorten bekennen. Zudem könne eine andere Schulbezirkssatzung zu jeder Zeit erlassen werden, etwa wenn sich die Schülerzahlen verringern und Schüler wieder nach Zschortau gelotst werden müssen. Laut den aktuellen Schülerzahlen stehe dies aber zumindest für die kommenden sechs Jahre ohnehin nicht zur Debatte. Diese legen mindestens zwei neue Klassen pro Jahr in der Gesamtgemeinde nahe.

Von Manuel Niemann

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