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Delitzsch Rackwitz zieht Kita-Gebühren an
Region Delitzsch Rackwitz zieht Kita-Gebühren an
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00:20 04.09.2017
Auf Eltern in der Gemeinde Rackwitz kommen Mehrkosten zu: Die Kommune erhört zum 01. Oktober die Elternbeiträge. Quelle: dpa
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Rackwitz

Wie bereits berichtet, sorgt der veränderte Betreuungsschlüssel im Kindergartenbereich dafür, dass der Rackwitzer Haushalt mehrbelastet wird. Als Reaktion darauf beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, die Elternbeträge zu erhöhen. Weil im Kindergarten statt 13 nur noch 12 Kinder von einem Erzieher betreut werden, stiegen die Kosten aufgrund des Mehraufwands an Personal. Der hätte mit 78 000 Euro zu Buche geschlagen. Seit 2014 war es gelungen, die Elternbeiträge stabil zu halten. Wie Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) erklärte, solle der „deutliche Wurf“ nach vorn auch in den kommenden Jahren dazu führen, dass die nun angepassten Beträge unangetastet bleiben können. Man schaffe ein „festes Fundament“, das auch noch tragen soll, wenn weitere Betreuungsschlüssel abgesenkt würden oder Tarifverhandlungen die Lohnkosten nach oben drücken.

Kommune bleibt unter Maximalforderung, aber Eltern zahlen drauf

Für die Eltern bedeutet das künftig, dass sie monatlich mehr ausgeben müssen. Für neun Stunden Betreuung eines Krippenkinds zahlen sie statt 195 Euro nun 210 Euro. Ein Kindergartenplatz kostet Familien für neun Stunden Ganztagesbetreuung künftig 130 Euro. Ein Besuch des Hortes für sechs Stunden 75 Euro, wenn beide Eltern für das Kind sorgen. Die Kommune reizt damit die gesetzlich maximal möglichen Elternanteile immer noch nicht ganz aus. Für ein Krippenkind liegen die etwa bei maximal 23 Prozent der Kosten, die Gemeinde veranschlagt nun 22,25 Prozent. Statt möglichen 30 Prozent beteiligt sie Eltern von Kindergartenkindern je nach Aufwand zwischen 28 und 29 Prozent an den Gesamtausgaben. Rackwitz gibt damit nicht alle Mehrkosten weiter, 26 000 Euro müssen aus der Gemeindekasse finanziert werden.

Rackwitzer Kindereinrichtungen arbeiten am Limit

Sowohl der Finanz- als auch der Hauptausschuss hatten die Erhebung zuvor empfohlen. Die Kapazitäten der Rackwitzer Einrichtungen seien durch die Kinder der Gemeinde gedeckt, sodass seit einem Jahr ein Aufnahmestopp für Fremdkinder gelte. „Unsere Einrichtungen sind ausgelastet und arbeiten Monat für Monat arg am Limit“, so Kathrin Gwozdz, Leiterin der Hauptverwaltung. Der Gemeinderat beschloss die Erhöhung mit lediglich einer Gegenstimme. Sie ist keine Reaktion auf die Haushaltssperre, die sich Rackwitz inzwischen verordnet hat, sondern war bereits im Vorfeld auf dem Weg gebracht.

Von Manuel Niemann

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