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Delitzsch Rackwitzer Bürger kämpfen mit Petition gegen Situation in Leipziger Straße
Region Delitzsch Rackwitzer Bürger kämpfen mit Petition gegen Situation in Leipziger Straße
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10:01 20.04.2018
Begegnungsverkehr in der Leipziger Straße in Rackwitz. Weil es eng wird, weichen die Laster auf die Fußwege aus. Quelle: privat
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Rackwitz

Weitgehend Einigkeit herrscht in Rackwitz darüber, dass es am besten wäre, wenn Laster und Traktoren, die das Industriegebiet oder die Biogasanlage ansteuern, dies über die Bundesstraße 2 und Buchenwalder Straße tun würden. In der Praxis rollt der Schwerlastverkehr – vor allem der aus Richtung Westen – sehr zum Ärger der Rackwitzer über die Leipziger Straße durch den Ort. Jetzt haben sich einige Anwohner dieser Straße mit einer Petition an die Gemeinde Rackwitz gewandt, in der sie auf den weiter steigenden Schwerlast- und Traktorengespannverkehr im Ort aufmerksam machen.

„Von diesem Verkehr geht eine Gefahr für Schulkinder, Fußgänger und Anwohner aus. Gleichzeitig wird öffentliches und privates Eigentum beschädigt“, sagt Sonja Scheitler, eine der Initiatoren der Petition. Sie will erreichen, dass sich die Gemeinde Rackwitz endlich dieser Thematik aktiv annimmt. Wie Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) auf Anfrage mitteilt, werde das Thema in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung, die für den 26. April geplant ist, behandelt.

Immer mehr Laster

„Seit meiner Petition an den sächsischen Landtag 2012 hat sich nur wenig geändert“, argumentiert Sonja Scheitler. Zwar ist seinerzeit für Lkw in der Leipziger Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer in der Stunde festgelegt worden, dieses werde aber so gut wie nicht eingehalten. „Geschwindigkeitskontrollen werden fast gar nicht durchgeführt, und die Gemeinde sieht das Zerfahren der Fußwege als normale Abnutzung an. Eins hat sich aber doch geändert. Der Lkw- und Schwerlastverkehr nimmt kontinuierlich zu. Unsere Vermutung, dass die Südumfahrung des Schladitzer Sees nicht für den Tourismus gebaut wurde, sondern für die Unternehmen, hat sich bestätigt. Auch diese Straße sorgt für den zunehmenden Durchgangsverkehr in Rackwitz“, begründet Sonja Scheitler ihre erneute Initiative.

In der Petition werden unter anderem geeignete Maßnahmen gefordert, die das Befahren von Fußwegen durch Laster und Traktoren verhindern. Der Gemeinde wird zudem angetragen, eine unabhängige Verkehrszählung sowie ein schalltechnisches Gutachten für den westlichen und östlichen Teil der Leipziger Straße in Auftrag zu geben. Zugleich wird die Prüfung für ein sofortiges Fahrverbort von Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Großgeräten mit einer Breite über 2,50 Meter beantragt, weil die Leipziger Straße im westlichen Teil nur eine Breite von 5,50 Meter aufweist. Des Weiteren soll geprüft werden, ob die in Wohnhäusern zu spürenden Erschütterungen von vorbeifahrenden Lkw/Traktoren verursacht werden.

Verkehrszählung angekündigt

Laut Bürgermeister Schwalbe hat zwischenzeitlich bei ihm ein Gespräch mit Vertretern des Landesamtes für Straßenverkehr, der Polizei, dem Ordnungsamt und der Verkehrsbehörde des Landkreises zum Thema stattgefunden, in dem die Situation und die Rechtslage noch einmal betrachtet worden sei. Ohne der Behandlung im Gemeinderat vorgreifen zu wollen, sagte das Gemeindeoberhaupt, dass ein generelles Durchfahrverbot für Lkw nicht durchsetzbar sei. Es handele sich nun mal um eine öffentliche Straße. Dagegen stellte er die geforderte Verkehrszählung in Aussicht und auch dem widerrechtlichen Befahren der Fußwege wolle sich die Gemeinde annehmen. Erfolgt sei bereits die Prüfung von Straßen- und der Fahrzeugbreite der Traktoren, die die Biogas-Anlage beliefern. Wie Schwalbe weiter informiert, habe das Landesamt für Straßenverkehr im Zusammenhang mit der Petition angekündigt, dass die Vorplanung für den von der Gemeinde seit Langem geforderten Ausbau der Kreuzung B 2 / Buchenwalder Straße in diesem Jahr fertig werde.

Von Thomas Steingen

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