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Delitzsch Rackwitzer Ex-Hotel: Eigentümer dementiert Asylheim-Gerücht
Region Delitzsch Rackwitzer Ex-Hotel: Eigentümer dementiert Asylheim-Gerücht
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00:36 12.11.2015
Das Hotel Schladitzer Hof in Rackwitz steht bereits seit knapp drei Jahren leer, nachdem es zwangsversteigert wurde. Quelle: Wolfgang Sens
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Rackwitz

Die mögliche Nutzung des Objektes als Flüchtlingsquartier ist aktuell Hauptgesprächsthema im Ort. Allerdings wird diese Variante nachdrücklich dementiert – vom Bürgermeister wie auch von den neuen Eigentümern.

„Das Haus wird auf keinen Fall zum Asylheim umgestaltet. Das ist völlig abwegig“, sagt Ralph Steinbach vom Leipziger Pflegedienst Vitalis. Das Unternehmen mit Geschäftsführerin Kathleen Erler plant seit der Übernahme des Hotels aus der Zwangsversteigerung die Einrichtung eines Seniorenheimes. „Daran hat sich nichts geändert“, versichert Steinbach. „Wir sind weiter am Start, beschäftigen uns jeden Tag mit diesem Vorhaben.“ Noch immer gebe es jedoch Abstimmungsbedarf mit Planungsbüro, Behörde und finanzierender Bank.

Eine neue Terminkette, wann gebaut und eröffnet werden soll, will Steinbach nicht nennen, so lange die letzten relevanten Entscheidungen nicht getroffen sind. Ursprünglich war vorgesehen, bereits im Frühjahr 2013 mit der Umgestaltung der Immobilie zu beginnen. Wie berichtet, gab es aber Differenzen mit der Bauordnungsbehörde im Landratsamt. Im Fokus stand dabei vor allem der Schallschutz. Das Haus in der Rackwitzer Hauptstraße befindet sich nahe der Bahnlinie und einer Hauptortsdurchfahrt, außerdem in der Einflugschneise des Flughafens. Nach wie vor gebe es zahlreiche Bewerber in Warteposition, berichtet Steinbach – sowohl für die Heimplätze als auch für die entstehenden Arbeitsstellen.

Vor Kurzem legten die Eigentümer im Außenbereich Hand an, beseitigten Unkraut und Wildwuchs. Was wiederum die Asylheim-Gerüchte nährte. Anlass war jedoch eine Bitte von Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos), vor Ort keinen Eindruck von Verwahrlosung entstehen zu lassen. „Eine Information über die Unterbringung von Asylsuchenden liegt mir nicht vor“, sagt Schwalbe auf LVZ-Nachfrage.

Von Kay Würker

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