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Delitzsch Rackwitzer Schüler sammeln für Papua Neuguinea
Region Delitzsch Rackwitzer Schüler sammeln für Papua Neuguinea
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19:34 26.02.2010
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Rackwitz

Und gestern wurde einmal mehr das Geld an den Leipziger Referenten des evangelisch-lutherischen Missionswerkes übergeben. Das ist seit vorigem Jahr Pfarrer Hans-Georg Tannhäuser, der die Funktion von Pfarrer Karl Albani übernahm, der früher die Verbindung zwischen Rackwitz und dem Dorf Kui in Papua Neuguinea hielt. „Ich bin gerade von dort zurückgekommen", berichtete Tannhäuser am Freitag in der Rackwitzer Schule, bevor das kleine Programm begann.

230 Euro sind dieses Mal im Spendentopf zusammengekommen. „Eine Summe, die der Förderverein noch mit 70 Euro aufstockte", berichtete dessen Vorsitzende Heike Reetz. Dieses Geld stammt von dem Waffelverkauf, mit dem sich die Fördervereinsmitglieder am Weihnachtmarkt beteiligten. Und als sich die Schülerinnen und Schüler im Foyer der Schule versammelt hatten, setzte Pfarrerin Dorothea Arndt aus Podelwitz noch eines drauf.

Rackwitz. Anderen helfen, auch wenn sie ganz weit weg sind - seit 2005 ist das an der Rackwitzer Grundschule gang und gäbe. Die Mädchen und Jungen sammeln am Ende eines Jahres für Kinder und Familien in Papua Neuguinea. Und gestern wurde einmal mehr das Geld an den Leipziger Referenten des evangelisch-lutherischen Missionswerkes übergeben.

Auch die Kirche brachte sich wieder in die Sammlung ein. So kamen noch einmal 95 Euro hinzu. Erik und Alexander aus der 4. Klasse hatten zuvor schon ein Bonbonglas mit dem Geld gefüllt, und die Pfarrerin fügte den Kirchenbeitrag noch hinzu. „Ich habe mich ganz toll gefreut, dass ihr so viel gesammelt habt und bedanke mich im Namen der Kinder von Papua Neuguinea und des Missionswerkes", erklärte Pfarrer Tannhäuser und berichtete auch kurz von seinen Erlebnissen in dem nördlich von Australien liegendem Land. Er überreichte den Rackwitzer Schülern auch ein Bild sowie ein Kartenspiel mit charakteristischen Landes-Motiven. „Die Kinder spielen dort gern Rugby", so Tannhäuser. Aber dafür hätten sie gar nicht so viel Zeit, da sie sehr viel die Eltern unterstützen müssten. „Wir wollten Kindern in einem anderen Land helfen", erläuterte Schulleiterin Angelika Kleemann den Beginn der Aktion vor fünf Jahren.

Und an Papua Neuguinea denkt meist niemand so schnell. Dies sei auch mit ein Grund gewesen, sich dort einzubringen. Schule und Förderverein, in Letzterem ist auch Pfarrerin Arndt Mitglied, knüpften den Kontakt zum Missionswerk. Und seitdem geht es jährlich zum Martinsfest los. Dann wird gebastelt und das Entstandene für den guten Zweck veräußert. Einige der kleinen Sankt-Martins-Figuren waren bei der Spendenübergabe zu sehen und an einer Tafel hingen Bilder von der Insel, die Nationalfahne und landestypische Dinge. Unter anderem wurde in der Vergangenheit schon für einen Wassertank an der Schule in Kui gesammelt. Auch Solarlampen plus Modul gingen in dem fernen Land an Familienhaushalte. Die Spenden werden des Weiteren für das Schulgeld sowie die -ausstattung verwandt, berichtete Pfarrer Tannhäuser. Inzwischen gibt es sogar einen Briefwechsel zwischen den Schülern in beiden Ländern. Mit dem Lied „Alle Kinder lernen lesen ..." beschlossen am Freitag Mädchen und Jungen der Grundschule die Spendenübergabe. „Ich hoffe, dass wir uns auch am nächsten Martinstag wiedersehen", sagte Fördervereinsvorsitzende Heike Reetz, bevor alle wieder auseinander gingen.

Lutz Schmidt

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