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Rad- und Fußweg an Leipziger Straße - 2015 wird Jahr der Entscheidung

Rad- und Fußweg an Leipziger Straße - 2015 wird Jahr der Entscheidung

Bei Radlern und Fußgängern in Delitzsch keimt Hoffnung: Der seit Jahren diskutierte Rad- und Gehweg in der Leipziger Straße könnte in Kürze Realität werden.

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In der Leipziger Straße in Delitzsch soll zwischen der Ampelkreuzung (B 184) und der Kreuzung Richard-Wagner-Straße ein Rad- und Gehweg entstehen. Insbesondere der Bereich zwischen Ampel und Bahnübergang ist im Fokus, da Radler dort sehr gefährdet sind. Interessant ist auch die fünfarmige Kreuzung in Höhe Richard-Wagner-Straße: Dort soll ein Kreisverkehr entstehen.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Das suggeriert der aktuelle Doppelhaushalt der Stadt - 200 000 Euro hat die Kommune im laufenden Jahr eingeplant, um die Schutztrasse für schwache Verkehrsteilnehmer bauen zu können. Auch ein Kreisverkehr auf der fünfarmigen Kreuzung in Höhe Richard-Wagner-Straße soll entstehen. So der Wunsch im Rathaus. Allerdings sind zunächst noch einige Fragen zu klären. Und zumindest eines ist sicher: Dieses Jahr bleibt in der Leipziger Straße noch alles beim Alten. Die Bagger rollen frühestens 2016, möglicherweise erst 2017.

Die Strecke im Süden der Stadt ist eine der größten Gefahrenstellen für Fuß- und Sattelreisende in Delitzsch. Einerseits ist sie stark frequentiert - Tausende Autofahrer rollen dort täglich gen Leipzig oder in die Gegenrichtung, zig Kunden des Selders-Centers und des Pep-Marktes sind vor Ort unterwegs, mit Auto und Fahrrad gleichermaßen. Andererseits ist die Straße vergleichsweise eng für dieses Verkehrsaufkommen. Die Radler werden streckenweise auf die Fahrbahn gezwungen, die Blechkolonne quetscht sich vorbei. Der Bahnübergang ist dabei die kritischste Engstelle.

Nun die optimistische Botschaft aus dem Rathaus: "Die Vorplanung für den Ausbau der Leipziger Straße befindet sich in der abschließenden Phase", sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). "Voraussichtlich im Frühjahr machen wir zusammen mit dem Landesamt den Deckel drauf." Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ist für den Ausbau zuständig, da es sich um eine Staatsstraße handelt. Das Geld für den neuen Straßenkörper kommt vom Freistaat, die Stadt beteiligt sich als Kofinanzierer an Rad- und Gehwegen. Die 200 000 Euro im Haushalt sollen ein Signal sein: Delitzsch ist bereit.

Den Deckel drauf machen, das heißt konkret, einer von mehreren Vorplanungsvarianten den Vorzug zu geben. Der Technische Ausschuss des Stadtrates soll sich dazu positionieren. "Noch im ersten Quartal, spätestens im zweiten, werden die Varianten im Ausschuss vorgestellt", so Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Avisiert wird ein beidseitiger Radweg zwischen der Ampelkreuzung an der B 184 und der Richard-Wagner-Straße. Auf der Seite des Pep-Marktes soll der Rad- mit einem Gehweg kombiniert werden. In Höhe der Richard-Wagner-Straße favorisiert die Stadtverwaltung einen Kreisverkehr. "Da an dieser Kreuzung vier der fünf Arme etwa gleich stark frequentiert sind, bietet sich ein Kreisel an", erklärt Schöne. Das sichere einen weitgehend stockungsfreien Verkehrsfluss. Stau gibt's nur, wenn sich die Bahnschranken schließen. In diesem Fall könnte eine Ampel im Vorfeld des Kreisels die Fahrzeuge rechtzeitig stoppen. Auf einen Kreisel in Höhe Bahnweg/Raiffeisenstraße wird hingegen nicht mehr fokussiert.

Wann Baubeginn ist, hängt vom weiteren Ablauf ab. Genügt eine Plangenehmigung oder muss es ein deutlich aufwendigeres Planfeststellungsverfahren sein? Und wie bringt sich die Deutsche Bahn ein? Der Konzern plant für August dieses Jahres zunächst nur eine Instandsetzung des Bahnüberganges. Die Engstelle bleibt. Die Stadtverwaltung strebt - falls es bei der Bahn länger dauert - eine Etappenbaustelle an: Wenigstens der kritischste Abschnitt im Bereich von Pep und Selders könnte in einem Schritt ausgebaut werden, der Rest dann später. 2015 wird für die Leipziger Straße das Jahr der Entscheidung.

© Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2015
Kay Würker

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