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Delitzsch Radstadt Delitzsch - nun mit Logo
Region Delitzsch Radstadt Delitzsch - nun mit Logo
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16:40 19.05.2015

Das damalige Preisgeld, 10 000 Euro, ist inzwischen ausgegeben. Was daraus geworden ist, darüber informierte sich am Montag einer der Wettbewerbs-Juroren. Fazit: Delitzsch hat zum Thema nun sogar ein Logo, steht in Sachen Radstadt aber noch am Anfang.

Den Auftakt im Jahr 2010 gaben zwei Präsentationstafeln, federführend entworfen von Innenstadtkoordinatorin Heike Kaufmann und Wirtschaftsförderer Joachim Ackermann. Beide arbeiten mittlerweile nicht mehr im Rathaus, die Radstadt-Idee aber ist geblieben - mit Modifizierungen. Der Fokus ist nun vor allem auf eine Radstation am Roßplatz gerückt. Am Montag wurde sie offiziell freigegeben. Die vorher schon vorhandenen Uhren sind nun repariert, wurden neu gestrichen und mit Tisch, Bänken und Fahrradbügeln ergänzt. Dazu ein neuer Stadtplan in der Infotafel. Ein Informations- und Verweilort für Radtouristen soll es sein - der Großteil der 10 000-Euro-Prämie floss dort hinein.

Das Ganze steht im Zusammenhang mit weiteren Errungenschaften: unter anderem mit neuen Fahrradbügel am Barockschloss, Gepäckschließfächern im Hotel Weißes Ross sowie Radgaragen am Unteren Bahnhof, die inzwischen komplett vermietet sind. Hinzu kommt die Einbindung der Stadt in die Hauptradroute Kohle-Dampf-Licht zwischen Wittenberg und Markkleeberg, die im Vorjahr ausgeschildert wurde. "Der innerstädtische Handel profitiert von dieser Vernetzung und der Fokussierung auf den Radverkehr", würdigte Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Sachsen, der beim Wettbewerb "Ab in die Mitte" in der Jury saß. "Das ist ja unser Anliegen: Menschen in die Mitte der Stadt zu holen, wo es qualitativ hochwertigen Handel gibt. Delitzsch hat mit dem Radstadt-Gedanken einen nachhaltigen Ansatz gefunden."

Voraussetzung ist, dass der örtliche Handel beziehungsweise Gastronomen und Hotels mitziehen, das Thema Radstadt mit eigenen Angeboten beleben. Das findet bislang nur in überschaubarem Maße statt. Gerhard Röhm vom Hotel Goldener Adler ist einer dieser ersten Partner. Vor ein paar Monaten hat er hinterm Haus eine Fahrradwerkstatt samt Radverleih eingerichtet - für Pedalritter, die bei ihm übernachten. Hinzu kommen spezielle Ausflugs-Angebote, etwa per Tandem. "Der Radtourismus hat hier durchaus Potenzial", meint Röhm. Nachfrage gebe es vor allem von älteren, gut verdienenden Gästen, die einen sportlichen Ausgleich zum Berufsalltag suchen, die wegen Kultur und Sehenswürdigkeiten nach Leipzig kommen und im flachen Umland entspannt radeln wollen. "Doch das muss sich erst noch entwickeln", relativiert Röhm.

Radstadt-Partner wie das Hotel Goldener Adler sollen ab sofort ein spezielles Logo an die Fassade bekommen (siehe nebenstehendes Repro). Das Motiv sei eigens von einer Leipziger Porzellanmalerin entworfen worden, heißt es aus der Stadtverwaltung. "Wir wollten bewusst ein eigenes Symbol haben, um uns als Radstadt Delitzsch herauszustellen", erklärt Tourismus-Referentin Ricarda Steinbach. Unter anderem über den Verein Leipziger Neuseenland soll damit nun geworben werden. Im öffentlichen Raum prangt es bislang nur an der Roßplatz-Radstation.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.06.2013

Kay Würker

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