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Radweg-Idee erntet Zustimmung

Radweg-Idee erntet Zustimmung

Die in der LVZ veröffentlichten Pläne der Stadtverwaltung, die Eilenburger Straße für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen, sind auf ein breites, überwiegend positives Echo gestoßen.

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Derzeit ist Absteigen angesagt: Wer auf der Eilenburger Straße zum Roßplatz will, muss schieben oder riskiert eine Begegnung mit der Polizei.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch. Zahlreiche Händler wie auch Radler halten den Vorstoß für sinnvoll – zumal schon jetzt viele Pedalritter entgegengesetzt zur Einbahnstraße fahren.

Margit Kahls gehört zu denen, die absteigen, wenn sie in der Eilenburger Straße auf den Gehweg rollen. Vor einiger Zeit sei sie von der Polizei erwischt und zur Kasse gebeten worden, als sie in verbotener Richtung radelte, erzählt die Delitzscherin. Seitdem ist sie geläutert, aber keineswegs umgesattelt. „Das Fahrrad ist in der Innenstadt nun mal das beste Verkehrsmittel. Wenn die Eilenburger Straße für Radler keine Einbahnstraße mehr ist, kann die Stadt nur gewinnen.“

Wie berichtet, ist die entsprechende Öffnung dieser Einkaufsmeile zwischen Marien- und Roßplatz Teil des vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzeptes. Die Art der Umsetzung regelt das Papier allerdings nicht. Weshalb Stadtverwaltung und Polizei nun an einer Lösung tüfteln. Die Idee: Auf der vom Bahnhof kommend rechten Seite könnte ein separater Radweg eingerichtet werden. Der Gehweg müsste entsprechend schmaler werden, weshalb Händler ihre Auslagen verkleinern und auf eigene Fahrradständer verzichten müssten. Stattdessen würde die Stadtverwaltung zentrale Bügel montieren – auf drei Parkflächen, die dann Autofahrern nicht mehr zur Verfügung stünden.

„Parkplätze gibt‘s doch in der Nähe genug, wenn man mal ein paar Meter läuft: am Bahnhof oder in der August-Fritzsche-Straße zum Beispiel“, sagt Margit Kahls. Und auch Hobby-Radler Heinz Richter hält den Vorschlag für einen Kompromiss, „der funktionieren könnte, trotz der hier recht beengten Verhältnisse“. Richter, der in Leipzig arbeitet, radelt jeden Tag vom Bahnhof gen Altstadt. „Wenn die Eilenburger Straße in meiner Richtung dicht ist, muss ich den Umweg über die Marienstraße fahren. Doch dort gibt es nicht mal einen Radweg.“

Unter Gewerbetreibenden, die die vorgeschlagene neue Radspur direkt vor der Ladentür hätten, ist die Meinung weniger eindeutig. Jürgen Schüler, Inhaber von Troll-Spielwaren, ärgert vor allem der Verlust von drei Parkplätzen. „Hier gibt es ohnehin schon zu wenig Stellflächen. Die weiter zu reduzieren, ist eine Zumutung für die Kunden.“ Andere Händler hingegen schätzen den Verlust als erträglich ein. „Gerade am Wochenende, wenn auch Händler und Anwohner hier parken, ist so oder so alles zugestellt“, argumentiert Matthias Letzel. Mit der Radspur ließe sich zumindest legalisieren, was längst Praxis sei: Radler auf dem Gehweg. „Wir sind nunmal eine Fahrradstadt“, sagt Letzel. Cornelia Opitz vom Textilgeschäft CBR-Companies sieht das ähnlich. „Ich habe viele Radfahrer-Kunden. Wenn man denen den Weg in die Eilenburger Straße erleichtern würde, würde sich die Kundenfrequenz sicher erhöhen.“

Kay Würker

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