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Delitzsch Räderwechsel in Delitzsch: Wer kurzfristig umrüsten will, braucht Geduld
Region Delitzsch Räderwechsel in Delitzsch: Wer kurzfristig umrüsten will, braucht Geduld
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00:33 23.10.2015
Christoph Deppe vom Autohaus Willibald Müller schraubt Sommerräder ab. Der Reifenwechsel ist derzeit in allen Kfz-Werkstätten Hauptgeschäft. Quelle: Alexander Prautzsch
Delitzsch

"Die Telefone glühten", berichtet Mario Langhof, Serviceberater im Delitzscher Autohaus Meißner & Zahn. Bei diesem Andrang seien kurzfristige Termine kaum drin. "Wir sind jetzt bei der Vergabe von Werkstattzeiten im November", so Langhof.

Auch sein Fast-Nachbar Günter Haselbach, Inhaber des gleichnamigen Autohauses, spricht davon, dass derzeit die Werkstattkapazitäten zu 100 Prozent ausgelastet sind. Gut beraten ist also, wer rechtzeitig einen Termin zum Räderwechsel vereinbart. "Schon Ende September machen wir unseren Kunden Terminvorschläge, damit es im Oktober oder November reibungslos klappt", sagt der Autohauschef. Und bereits im Sommer beginne die Planung für die Reifenbestellung, um im Herbst auch für den Notfall gerüstet zu sein. Deshalb ist es jetzt im Ausstellungsraum enger als gewohnt, weil sich dort zusätzlich neue Reifen stapeln.

Mit zirka einer Woche Wartezeit müsse man derzeit rechnen, lässt Peter Gurski, Inhaber des gleichnamigen Reifendienstes in Bad Düben wissen. Und auch Frank Winkler vom Autoservice in Eilenburg bittet um Verständnis, dass derzeit zwei, drei Tage Wartezeit in Kauf zu nehmen seien. "Etwa die Hälfte unserer Stammkunden sind abgearbeitet." Weil viele aber auch die Wetterentwicklung abwarten würden, rechnet er angesichts der jetzt angekündigten zweistelligen Temperaturen noch bis in den November hinein mit Nachzüglern.

Wie alle angefragten Werkstätten bestätigen, gibt es derzeit keine Engpässe, was die Winterreifen selbst betrifft. Wenn aber der Frost richtig einsetzt, könne sich das ganz anders gestalten. Dann würden sich auch Lieferzeiten verlängern und die Preise steigen, so Günter Haselbach.

Mit höheren Preisen als gewohnt müssen übrigens Besitzer von Neuwagen rechnen, die mit einem seit 2014 vorgeschriebenen Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sind. Handelt es sich um ein aktives Kontrollsystem, sind in den Reifen Sensoren eingebaut. So könne ein Satz Winterräder gut und gern 200 oder gar 250 Euro teurer werden, heißt es bei Point-S-Reifen-Schmidt in Delitzsch. "Vorige Woche hatte ich den Eindruck, als wollten alle auf einmal weg in die Berge", erzählt Inhaber Ralf Schmidt. Glücklicherweise habe sich das Wetter wieder beruhigt. Mit drei Hebebühnen ist seine Werkstatt dem Ansturm zwar gut gewachsen, aber bis Mitte/Ende November hätten seine Mitarbeiter noch gut zu tun. In dringenden Fällen könne man auch über einen kurzfristigen Termin sprechen.

Ebenso bei Horst Polster, Inhaber einer freien Kfz-Werkstatt in der Richard-Wagner-Straße. Auch dort lasse sich kurzfristig noch der eine oder andere Kunde dazwischenschieben, sagt er. Doch wer im Oktober eine längere Reise plant, habe oft schon im September die Räder gewechselt.

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