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Delitzsch Räuber Hotzenplotz im Krostitzer Lese-Löwen-Wettstreit
Region Delitzsch Räuber Hotzenplotz im Krostitzer Lese-Löwen-Wettstreit
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06:01 15.03.2018
Krostitzer Grundschüler messen sich im Lese-Löwen-Wettstreit. Leni und Linda gehören zur Jury. Quelle: Heike Liesaus
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Krostitz

Wo geht’s lang zum Lesewettstreit in der Krostitzer Bibliothek? Der Grundschüler, der am Mittwochmorgen den Weg zur richtigen Tür zeigte, wusste offenbar, dass sie normalerweise als Ort der Ruhe und Besinnung gilt: „Keine Angst. Wir haben nur Pause“, erklärte er schon mal vorbeugend das Getümmel auf dem Platz davor. Schließlich hatten die Kinder aus der dritten und vierten Klasse bereits einen Teil ihres Wettstreits hinter sich, der war durchaus anstrengend. Später sind auch noch die ersten und zweiten Klassen dran. Jedes einzelne Kind hatte seinen Leseauftritt. Das waren insgesamt zirka 100 Kinder, denn wegen der Erkältungswelle konnten nicht alle der 120 dabei sein. Aber von ihnen war auf der anderen Seite auch aufmerksames Zuhören gefordert. Denn es gab fürs Publikum jeweils eine Frage zum soeben vernommenen Abschnitt der Geschichte, aus dem Buch vom Räuber Hotzenplotz. Der lag gerade im Klinch mit Seppl und Kasperl. Und die Kinder hatten sich zum Beispiel zu merken, wer mit wem befreundet ist, oder wer in der Räuberhöhle gefangen gehalten wird.

Groß und Klein in der Jury

Extra Konzentration war natürlich von der zwölfköpfigen Jury gefordert. Der gehörten vor allem die Lese-Omis an, die in der Grundschule im Rahmen der Ganztagsangebote die Arbeitsgemeinschaft „Bunte Welt der Bücher“ bestreiten. „Immer mittwochs lesen wir eine halbe Stunde für die ersten Klassen vor“, erzählte Sabine Genedl, eine von ihnen. Leni und Linda indessen, beide neun Jahre jung, gehörten zu den Schülerjurorinnen. Aufmerksam verfolgten sie das Geschehen. Notierten auf dem Formular ihr Urteil über Tempo, Lautstärke, fehlerfreies Lesen, Betonung. Aber wie kamen sie ins Richter-Team? „Unsere Lehrerin hatte mehrer Vorschläge und wir sind dann von den anderen gewählt worden“, erzählte Leni. Bibliothekarin Kerstin Kubitza hatte natürlich ebenso einen Platz im Gremium wie auch Schulleiterin Gudrun Gayda. „Wir haben einen Kooperationsvertrag mit der Bibliothek“, erklärten die beiden. „Die Kinder kennen sich hier aus. „Denn bei uns kommt um die Bibliothek keiner drumherum, sie ist nur fünf Minuten von der Grundschule entfernt.“

Die Besten kommen in den Endausscheid

Weil aber von Krostitz aus ebenfalls die Schul-Bibos im Umfeld, in Zschortau, Rackwitz und Wölkau mit Lesestoff versorgt werden, war die Idee mit dem Lese-Löwen-Wettstreit entstanden. Bei den Vergleichen an den einzelnen Orten werden die Besten gekürt, die dann beim Endausscheid am 13. April antreten.

Von Heike Liesaus

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