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Rathaus lobt Delitzscher Einzelhandel

Besser als die grüne Wiese Rathaus lobt Delitzscher Einzelhandel

Die Individualität sei die große Stärke des Delitzscher Einzelhandels, lobt die Wirtschaftsförderung im Rathaus. immer wieder gern und argumentiert gegen Unkenrufe von Ladenschließungen. Tatsächlich hat so mancher Ladenbehüter der grünen Wiese einiges voraus.

Zumachen, um besser wieder zu kommen: Stefan Adam setzt den Unkenrufen des Handelsverbandes Ideen mit Pfiff entgegen.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Spezialisiertes Sortiment. Inhabergeführt. Individuell. Das sind sie, die großen Stärken des Delitzscher Einzelhandels, lobt die Delitzscher Wirtschaftsförderin Ricarda Steinbach immer wieder. Dabei rechnet der Deutsche Handelsverband (HDE) mit einem massiven Sterben von bis zu 50 000 Läden in den nächsten fünf Jahren – viele Läden könnten die Konkurrenz durch den Online-Handel, die großen Städte und großen Center und den demografischen Wandel nicht überleben. Unkenrufe, die man in der Loberstadt überhört.

„Wir sind besser als die grüne Wiese“, halten Delitzscher Einzelhändler dagegen. Die Kleingliedrigkeit sei das große Plus der kleinen Stadt, argumentiert Stefan Adam von der Delitzscher Werbegemeinschaft. „Zum Beispiel bieten wir mehr Personal pro Fläche. Der Kunde bekommt jede Frage beantwortet. Wir setzen auf Individualität und persönliche Ansprache.“ Die bietet Adam selbst mit seinem Haushaltswarengeschäft in der Eilenburger Straße und macht doch bald zu: „Wir machen zu, aber wir kommen wieder“, versichert der Händler. Dem Ausverkauf folgt der Umbau und die Neu-Eröffnung. Der Handel im Wandel, auch das ist eben typisch Delitzsch.

ei Anruf Mode

ei Anruf Mode: Christian Letzel bietet Shopping-Spaß auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Quelle: Wolfgang Sens

Der starken Online- und Centerkonkurrenz weiß auch Christian Letzel wenige hundert Meter weiter etwas zu entgegnen. Mit seinem Jeansoutlet „Hosenstall“ in der Eilenburger Straße setzt das Mitglied der Werbegemeinschaft nicht nur auf Marken und individuelle Beratung. Genau wie das Internet will auch der Modefachmann das Shoppen außerhalb regulärer Öffnungszeiten möglich machen: „Nach telefonischer Absprache öffne ich meinen Laden auch mal nur für den einzelnen Kunden und außerhalb der Öffnungszeiten“, versichert Christian Letzel. Dann kann der Kunde in Ruhe probieren, spart sich und der Umwelt das Hin- und Hergeschicke von Paketen.

Persönliche Leistungen sind auch das Erfolgsrezept kontra Großhandelsfläche bei Conny Rasenberger. „Absolut Braut“ heißt der auf Braut- und Festmoden spezialisierte Laden der Schneidermeisterin in der Breiten Straße. „Wir arbeiten kundenbezogen und sind ein ganz persönlicher Ansprechpartner, das macht uns besser als jede grüne Wiese“, sagt Conny Rasenberger. Individuelle und auch ausgefallene Wünsche bekämen die Kunden in einem spezialisierten Fachgeschäft in einer Kleinstadt weit besser beziehungsweise überhaupt erfüllt. Mit Jugendweihe, Abiball und natürlich Hochzeiten stehen zahlreiche Termine für festliche Mode an. „Anders als eine große Kette bieten wir Maßanfertigungen oder Farbgestaltungen nach Kundenwunsch, das Ändern ist außerdem kein Problem“, betont die Schneidermeisterin.

Parfümerie und Drogerie schließen

Und während bei Mode-Discountern und auch in den großen Kaufhäusern jedes Kleid gleich hundertfach über die Theke geht, versucht Conny Rasenberger, jedes ihrer Modelle nur einmal in Delitzsch zu verkaufen. Daher hängen nur Einzelstücke auf den Bügeln. Höchstens, wenn sich mal eine Kundin eine zweite Größe hat anfertigen lassen und dann doch nicht zugriff, gibt es eine Modell-Dopplung. Ansonsten kann sich die Damenwelt sicher sein, dass ihr bei Ball oder Tanzstunde das eigene Kleid nicht noch einmal begegnet.

Doch auch die unschönen Seiten des Handels im Wandel gehen weiter: So wird die Parfümerie in der Breiten Straße Ende März schließen. Der individuelle Gravur-Service wird an einem Service-Punkt in der Breiten Straße 23 angeboten. Die Drogerie Bär in der Bitterfelder Straße, wegen ihrer Ostmarken wie Charlotte Meentzen oder den Delicia-Produkten vor allem bei den Senioren beliebt, macht zum Monatsende zu. Mit der Großbaustelle habe die Kundenfrequenz zu stark abgenommen, bedauert Inhaberin Ingrid Roth das Aus für den Laden, den es seit den 1930er-Jahren gab.

Von Christine Jacob

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