Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Regen, Regen und kein Ende: Der Lober-Pegel steigt
Region Delitzsch Regen, Regen und kein Ende: Der Lober-Pegel steigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:27 27.09.2010
Anzeige
Delitzsch

Besorgt schauen Anwohner und Gartenbesitzer der Goethestraße wieder auf den sich bildenden kleinen See unter der Baustraße am Loberufer (wir berichteten).

„So hoch stand es noch nie“, war sich gestern Volkmar Krüger sicher. Seit

40 Jahren hat der Rentner das Grundstück, auf dem er jetzt noch eine Fahrradwerkstatt betreibt. Mit dem Höchststand benannte der Mann aber nicht nur den sich füllenden See und die sich weiter auf sein Haus zubewegende Uferkante, sondern auch den Wasserpegel in einem Schacht, indem er in den vergangenen Jahren kaum Wasser bemerkt hatte. Mittlerweile kann der dort befindliche Zähler nur noch unter Wasser abgelesen werden.

Auch bei Lothar Jung hat das Wasser wieder die Laube erreicht und geflutet. Welche Schäden erneut angerichtet wurden, ist bislang nicht bekannt. Dem Anschein nach hat das Wasser die Parzelle komplett abgedeckt. Nur vereinzelt rangt noch etwas Grün heraus.

Als Ursache machen die Anwohner erneut die Baustraße aus, aber auch das gestiegene Grundwasser sorge dafür, dass das Oberflächenwasser nicht wie gewünscht abtransportiert werden kann. Vorschläge, in die Baustraße Rohre einzubringen, die tiefer liegen als die bereits verlegten, wurden bislang nicht aufgegriffen. Ins Gespräch kam auch wieder mal der Werbeliner See. Er hat nach Angabe des Bergbausanierers LMBV den Flutungsendstand erreicht. Das 446 Hektar große Gewässer mit seinen 45 Millionen Kubikmeter Nass drückt, so wird vermutet, zusätzlich auf den Grundwasserleiter. Dort, wo vor Bergbaubeginn das Grundwasser stand, wird es nach LMBV-Aussagen wieder hinkommen. Allerdings wird immer mehr zur Tatsache, dass teilweise die vorbergbaulichen Grundwasserstände längst überschritten sind. Die zunehmenden Vernässungen sprechen dafür. Land unter heißt es ebenso in der Schenkenberger Gartenanlage direkt am Lober. Gut 40 Zentimeter steht dort das Wasser.

Aber auch die Verkrautung des Lober hat Einfluss auf die Funktionalität als Vorfluter. „Der Bewuchs hat im Vergleich zu früheren Jahren stark zugenommen“, konstatierte Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). „Das liegt offensichtlich am höheren Nährstoff- und Stickstoffgehalt.“ Bei Stadtratsmitglied Albert Kunze (Linke) hat sich darüber Frust aufgestaut. „Der Lober ist an manchen Stellen derart verkrautet, dass keine Fließgeschwindigkeit mehr festzustellen ist“, monierte er während der jüngsten Ratssitzung vergangene Woche. „Im Bereich des Rosengartens haben sich schon Inseln gebildet.“

Bürgermeister Schöne versicherte, dass vom Rathaus Druck in Richtung Landestalsperrenmeisterei gemacht werde, die zuständig sei. „Inzwischen ist in Schenkenberg mit einer Entkrautung begonnen worden.“ Die Arbeiten seien durch den unter Schutz stehenden Schlammpeitzger aber erst

jetzt möglich. Im Stadtrat wurde angeregt, eine Ausnahmeregelung zu erwirken, um bereits im Sommer entkrauten zu können.

Ditmar Wohlgemuth/Kay Wuerker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kreisgebiet (pfü/ka/nf/KW). Fünf Euro zusätzlich pro Monat für Hartz-IV-Empfänger – diese geplante Mini-Steigerung des Regelsatzes hat unter Betroffenen in Nordsachsen Kopfschütteln ausgelöst.

27.09.2010

Delitzsch. Die Überraschung ist gelungen. Am Sonnabend und damit passend zur zu Ende gehenden Woche des bürgerschaftlichen Engagements kann es der Leiter des Katastrophenschutzzuges des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Lothar Beckmeier, kaum fassen.

26.09.2010

Delitzsch. Die Kinder wollen alle mitmachen, ein Loch ins Brett bohren, Puppenwäsche waschen oder Schlagsahne zu Butter machen. Das Besondere daran: Sie verzichten dafür auf den Strom.

24.09.2010
Anzeige