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Reibitzer Fischer erntet aus dem Schadebachteich

Abfischen Reibitzer Fischer erntet aus dem Schadebachteich

Am Wochenende wird die diesjährige Karpfenernte aus dem Schadebachteich an der Bundesstraße 2 eingefahren. Die Fischerei Marcel Reinhardt organisiert das Spektakel für die Gäste, die bei frühem Aufstehen auch Gelegenheiten haben, den Fischern über die Schultern zu schauen. Fischverkauf und Bauernmarkt runden das traditionelle Ereignis ab.

Der Stützpunkt der Fischerei Reinhardt in Reibitz. Im Hintergrund ist der Mühlteich zu sehen.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Reibitz. Die Fischernte für dieses Jahr steht bevor. Das Team um den Reibitzer Fischwirtschaftsmeister Marcel Reinhardt hat dafür längst die Startlöcher verlassen, um das Event am kommenden Wochenende an den Schadebachteichen an der Bundesstraße 2, südöstlich von Badrina, in die Spur zu bringen. Natürlich hat das Ereignis, zu dem Tausende Besucher bei gutem Wetter erwartet werden, auch einen geschäftlichen Hintergrund. Es folgt aber vor allem auch einer Tradition und einem ganz natürlichen Verlauf. Denn die vorwiegend in den Teichen der Fischerei heranwachsenden Karpfen, gefüttert wurden sie in den vergangenen Monaten mit reinem Getreideschrot, haben kräftig an Gewicht zugelegt. Sie sind also bereit für Verkauf und Verzehr.

Guter Ertrag erwartet

„Ich rechne wie auch in den vergangenen Jahren mit einem guten Ertrag“, teilte Marcel Reinhardt mit. Doch nicht allein auf die Karpfenzucht und einem möglichst großen Ertrag legt der Meister sein Augenmerk. „Mir kommt es auch darauf an, dass langfristig hier die Teichwirtschaft mit einem Fischer erhalten bleibt“, sagt er und weiß, dass der Beruf des Binnenfischers nicht gerade auf Gold bettet ist. Auch deshalb hat er sich der Lehrlingsausbildung angenommen. Mit Nils Böhm aus Glesien startete er im vergangenen Jahr das Projekt Fischernachwuchs. „Keine Angst, ich denke noch nicht aufs Aufhören. Aber langfristig gesehen, ist die Nachfolge sichern ein wichtiges Projekt“, sagt der 33-Jährige, der seine berufliche Karriere als Fischwirt in Wermsdorf startete.

Zweiter Lehrling beginnt Ausbildung

Im August dieses Jahres kam der zweite Lehrling hinzu. Bei Jan-Niclas Bretschneider hat der Meister ein „sehr gutes Gefühl“. Der 16-Jährige stammt aus Zörbig, ist, wen wundert es, leidenschaftlicher Angler. Und sein Lieblingsfisch ist der Karpfen. Da passt einiges zusammen. Für Marcel Reinhardt war aber das nicht allein entscheidend für einen Azubi-Vertrag.

Zwei Schülerpraktika

Gleich zwei Schülerpraktika hatte Jan-Niclas in der Fischerei absolviert, konnte also genau prüfen, ob es tatsächlich der richtige Job für ihn ist. Auch der Meister beobachtete seinen künftigen Lehrling dabei aufmerksam. „Er ist sehr willig, etwas zu lernen. Er ist noch sehr ruhig, stellt aber seine Fragen. Er weiß auch, dass hier nicht jede Arbeit unbedingt Spaß macht. Trotzdem macht er sie, man kann sich darauf verlassen.“ Der junge Mann wird die Woche über ein Zimmer auf dem Hof in Reibitz beziehen und erspart sich so die Fahrerei. Aber er wird so auch im direkten Zugriff des Meisters sein. „Er kommt damit zurecht“, ist sich der Meister sicher.

Spektakel beginnt 8 Uhr

Seine erste berufliche Feuertaufe erhielt der 16-Jährige bereits vor zwei Wochen beim Abfischen in Badrina. Dort ging die Fischernte eher unspektakulär vonstatten – also ohne Bauernmarkt und Verkauf. Jan-Niklas zog mit am Netz, um die Schuppentiere ans Ufer zu bringen. Hievte die Fische aber auch schon per Kran aus dem Wasser.

Genauso wird er auch am Wochenende an den Schadebachteichen eingesetzt werden. Allerdings unter den Blicken zahlreicher Zuschauer, die das Spektakel des Abfischens bereits ab 8 Uhr erleben können.

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Von Ditmar Wohlgemuth

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Reibitz
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