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Delitzsch Reibitzer Schule soll neu belebt werden
Region Delitzsch Reibitzer Schule soll neu belebt werden
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17:04 19.09.2011
Die Juri-Gagarin-Mittelschule wollen Engagierte wieder aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Quelle: Christine Jacob
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Reibitz

1961 feierlich als Juri-Gagarin-Schule eingeweiht, fristet die Reibitzer Schule seit ihrer Schließung vor sieben Jahren ein trostloses Dasein. Wo einst Hunderte Schüler von erste bis zehnter Klasse aus einem Einzugsgebiet bis Laue, Poßdorf und Spröda oder Scholitz und Wannewitz paukten, zeugen nur noch ein paar verwaiste Tafeln vom Schulleben. In die Kellerräume dringt mittlerweile Wasser, immer wieder verschaffen sich Unbekannte Zutritt und treiben ihr Unwesen im Gebäude.

„Es ist schade, dass die Schule so verfällt“, findet der Löbnitzer Horst Markgraf. Gemeinsam mit einer Handvoll Ehrenamtlichen hat er sich nun an die Herkulesaufgabe gemacht, die ehemalige Juri-Gagarin-Schule wieder zum Leben erwecken. Am 8. Oktober soll das Haus von 13:30 bis 16 geöffnet werden, Auftritt der neu formierten Teenieband, Verpflegung in Erinnerung an Schulzeiten im nahen Bistro zur Linde und Einblick in die Historie stehen auf dem Programm. Dazwischen reichlich Raum für Gespräche der Ehemaligen bleiben.

Dass das Interesse an ihrer alten Schule ungebrochen sei, belege die Tatsache, dass sie immer wieder nach Klassentreffen in den Räumen fragen würden. Mit dem Anpacken des Organisationskomitees wird nun möglich, was bisher verwehrt bleiben musste: Die Räume werden auf Vordermann gebracht, ansonsten abgesperrt, was dringender Renovierung bedarf – gilt doch die Binsenweisheit, dass ein Gebäude massiv leidet, wenn es leersteht.

Auch dem möchte die Truppe um Markgraf mit dem Treffen am 8. Oktober entgegenwirken und ein klares Zeichen setzen: „Wir wollen wieder Leben in die Schule bringen.“ Die Feier soll potenzielle Investoren und Interessenten locken. Für Markgraf ist klar, dass die Schule Raum für mannigfaltige Nutzung biete: Kulturelle Veranstaltungen seien ebenso denkbar wie der Einzug von Büros oder Bildungseinrichtungen.

Dem Standort wieder Leben einzuhauchen, sei dringliche Aufgabe, heißt es auch vom Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU): „Entscheidend ist, eine zukunftsfähige Nutzung zu finden.“ Ansonsten bleibe im schlimmsten Falle nur der Abriss, über den man schon mehrfach habe nachdenken müssen. Der scheint nun abgewendet. Eine neue Nutzung sei in Vorbereitung, so Wohlschläger, der Interessent soll vorerst geheim bleiben. Der Dornröschenschlaf aber könnte wohl schon zur Feier offiziell als beendet erklärt werden.

Christine Jacob

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