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Delitzsch Reichlich Ernte in den Tafelgärten
Region Delitzsch Reichlich Ernte in den Tafelgärten
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16:41 19.07.2011
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. Bohnen wachsen in diesem Jahr besonders gut, doch auch Kornäpfel, Rote Beete, Kohlrabi oder Salat wurden gestern ganz frisch an die Delitzscher Tafel geliefert.

Den genauen Überblick hat Dietmar Große, der Projektleiter der Tafelgärten. Es schwingt Stolz in seiner Stimme mit, als er aufzählt, was in diesem Jahr bereits auf den 4000 Quadratmetern in den Gärten in der ehemaligen Stadtgärtnerei sowie im Dr.-Laue-Weg und im Schachtweg herangewachsen ist. Die Liste erreicht tatsächlich eine beeindruckende Länge. Neben den Bohnen wurden beispielsweise 950 Kilogramm Süßkirschen, 2140 Kohlrabi, 665 Kilogramm Rote Beete, 120 Kilogramm Erdbeeren oder 1384 Salatköpfe geliefert. Kundenfreundlichkeit wird groß geschrieben. „Die Gurken liefern wir gleich mit Meerrettich und Dill aus, zu den Bohnen gibt es das Bohnenkraut dazu", berichtet Große weiter. „Das Team stimmt, ist motiviert", freut er sich. Nur so sei die derzeitige viele Arbeit von den 20 Tafelgärtnern überhaupt irgendwie zu schaffen. Denn neben der Ernte müsse sich um den Grün- und Rosenkohl gekümmert werden, warte der Porree auf das Einsetzen ins Beet. Für Ellen Wenske, ehemalige Walzwerkerin, ist es nicht der erste Ein-Euro-Job. Auch beim Eisenbahner-Sportverein habe sie schon einen solchen gehabt. „Gärtnern wäre für mich das Richtige", ist die 51-Jährige, die auch für die Grünanlagen in ihrem Gartenverein die Verantwortung trägt, überzeugt.

Sogar eine Ausbildung zur Gärtnerin hat Silvia Pohlemann-Cizu. Sie wurde von Große zur „Salatkönigin" befördert, ist aber nicht nur für diesen, sondern auch für die Kohlrabis und den Porree zuständig. „Ich habe mich riesig gefreut nach zwei Jahren endlich mal wieder regelmäßig arbeiten zu können", sagt sie. Nebenan holen Heiko Golega, Heiko Lellwitz und Christine Berger die Kornäpfel vom Baum. Große teilt ein: „Den und den Baum machen wir heute leer, Donnerstag kommen die restlichen Bäume dran." Denn immer dienstags und donnerstags steht gegen Mittag das Tafelauto vor der Tür.

„In der letzten Zeit musten sie zweimal kommen", sagt Martina Pönicke, die Vorsitzende der RID. Und man hört heraus, sie ist stolz auf ihre Tafelgärtner und verdrängt einen Moment die Sorgen. Denn so wichtig und wertvoll das Projekt für die Teilnehmer und Kunden ist, ohne Geld geht nichts. Sie weiß: „Wir haben in diesem Jahr schon keine Pflanzen gekauft. Doch bei Spinat und Feldsalat als Wintergemüse stoßen wir an Grenzen."

Doch die 200 Euro, die sie für je 1000 laufende Meter an Samen benötigt, stellen schon ein Problem dar. „Wir müssen dafür eine Lösung finden", gibt sich Pönicke kämpferisch. Denn mit den Tafelgärten müsse es weitergehen. Der Bedarf steige schließlich.

Ilka Fischer

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