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Delitzsch Rente noch mit 67: Krostitzer Bürgermeister geht im April
Region Delitzsch Rente noch mit 67: Krostitzer Bürgermeister geht im April
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11:12 15.03.2019
Wolfgang Frauendorf (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Krostitz. Quelle: Heike Liesaus
Krostitz

Diese Nachricht verblüffte die Krostitzer Gemeinderäte dann doch. Wolfgang Frauendorf (CDU) hatte es sich bis ganz zum Schluss der Sitzung aufgehoben: Er will nur noch bis zum 31. März Bürgermeister in Krostitz sein. Er habe den Antrag auf Entlassung beim Landratsamt gestellt und das habe ihn jetzt genehmigt, erklärte er in der Runde. Somit wird er schon zur nächsten Ratssitzung nicht mehr als Bürgermeister ganz vorn sitzen. Frauendorf hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass bis zum Sommer „Schluss sein“ sollte , dass er das vierte Jahr seiner Amtszeit nicht voll machen will. Immerhin vollendet er im April das 68. Lebensjahr, war er jetzt 29 Jahre Oberhaupt der Gemeinde.

Übergabe der Supergemeinde

Er fasste sich kurz beim Resümee, aber die Liste dessen, was Krostitz in den vergangenen Jahrzehnten unter seiner Führung stemmte, ist lang: Entwicklung von Gewerbe- und Wohngebieten, Neubau des Kindergartens, Erweiterungsbau der Oberschule, Feuerwehrbauten, Polizeiposten, Bürgertreffs, Straßensanierungen und nun noch der Bau der Mehrzweckhalle, waren da nur einige Stichpunkte. „Ich bin stolz drauf. Meinem Nachfolger übergebe ich eine Supergemeinde mit guter Infrastruktur. Danke an die Gemeinderäte. Ich bin gern und bis zum letzten Tag mit Herzblut dabei“, sagte er zum Abschied aus diesem Gremium. Doch es sei an der Zeit, mehr Zeit für die Familie zu haben. Ehefrau Christina, die ihn in all den Jahren den Rücken frei hielt, ist bereits seit zwei Jahren im Ruhestand.

Stellvertreter muss ran

Wie geht es nun weiter? In den nächsten Monaten müsse sein Stellvertreter „ein bissel“ mit ran, erklärte Frauendorf gegenüber der LVZ. Heißt: Frank Grabsch, parteilos für die CDU im Gemeinderat, wird das Amt vertretungsweise ab 1. April übernehmen, mit Unterstützung aus der Verwaltung. In der April-Sitzung wird der Gemeinderat dann den Beschluss zur Bürgermeister-Neuwahl treffen, die dann voraussichtlich gleichzeitig mit der Landtagswahl im September stattfinden kann. Frank Grabsch, 46 und bisher Geschäftsführer einer Werbefirma, wird auch bereits als potenzieller Kandidat der Christdemokraten fürs Bürgermeisteramt gehandelt. Aber auch die Freien Wähler haben bereits ihre Kandidatin vorsorglich nominiert. Für Grabsch war die offizielle Bekanntgabe des Amtsausscheids ein emotionaler Moment. Warum? „Die Fußstapfen sind groß. Ich habe einfach Respekt vor dem Amt.“

Von Heike Liesaus

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