Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Roland Eberts Exponate bereichern Sonderschau im Delitzscher Schloss
Region Delitzsch Roland Eberts Exponate bereichern Sonderschau im Delitzscher Schloss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 13.02.2017
Roland Ebert in seinem Museum in Podelwitz mit einer Planierraupe aus Blech, wie sie derzeit auch in der Sonderausstellung im Delitzscher Schloss zu sehen ist. Quelle: Thomas Steingen
Anzeige
Delitzsch/Podelwitz

Die aktuelle Sonderausstellung „Blechspielzeug – bunte Miniaturwelt aus Metall“ im Museum Barockschloss Delitzsch enthält viele Exponate, die von Privatpersonen stammen. Zu einigen haben die Leihgeber interessante Geschichten zu erzählen, andere sind einfach besondere Ausstellungsstücke. Die LVZ stellt ein paar davon in loser Folge vor.

Von Roland Ebert aus Podelwitz sind im Schloss gleich mehrere Blechspielzeuge zu bewundern. Unter anderem eine Dampfmaschine mit Arbeitsmodellen aus den 1920er- bis 1930er-Jahren, ein Gabelstabler mit Palette und Figur, eine Planierraupe aus dem VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg und ein Moskwitsch-Tretauto, das sein früherer Besitzer vom Trassenbau in der ehemaligen Sowjetunion mit in die DDR gebracht hat. Alle diese Ausstellungstücke stammen aus Eberts privater Sammlung, die er im „Museum zum Roland“, für das er eine Scheune ausgebaut hat, Interessenten zeigt. Als er vom Delitzscher Museum angesprochen wurde, war es für ihn eine Herzenssache, die Sonderausstellung mit zu bestücken.

Job beflügelt das Hobby

Schon als Jugendlicher habe er Spielsachen, Briefmarken und anderes gesammelt, erzählt Roland Ebert. „Meine berufliche Tätigkeit in einer Entsorgungsfirma hat aber meine Sammelleidenschaft noch bestärkt.“ Mit dem eigenen Museum erfüllte er sich dann einen Lebenstraum. „Und mit den Räumen wuchs die Sammlung, weil Leute immer wieder Dinge zu mir bringen“, berichtet der 65-Jährige. Die im Schloss ausgestellte Dampfmaschine sei ein Sahnestück seiner Sammlung. „Als mein Sohn fünf Jahre alt war, habe ich sie zu Weihnachten zum Laufen gebracht.“ Noch zu DDR-Zeiten hat er die Maschine, die in der Ecke einer Garage stand, einem Kollegen abgeluchst – „als Dankeschön, dass ich seinen Trabi wieder in Gang gesetzt habe“. Viel Überredungskunst seinerseits habe es bedurft, um vor rund zehn Jahren an das Moskwitsch-Tretauto zu gelangen. In Thüringen war Ebert auf das Auto aufmerksam geworden. Der Besitzer hatte noch vor der Wiedervereinigung zwei solcher Fahrzeuge für seine Zwillinge von der Trasse mitgebracht. „Letztlich habe ich ihn mit meinem sächsischen Charme überzeugt, mir eins für einen relativ kleinen Betrag zu überlassen“, so der Sammler.

100 Exponate aus Blech

In seinem Museum in der Hinteren Dorfstraße in Podelwitz, das für Interessenten auf Anfrage geöffnet wird, ist die Spielzeugecke neben der Trabi-Sammlung sein besonderer Stolz. Zirka 100 Spielzeuge davon seien aus Blech. Neben Dampfmaschinen, Autos, Baumaschinen oder Militärfahrzeugen sind dort auch laufende Tiere aus Blech zu finden. „Mein Museum ist heute eine Begegnungsstätte, denn es gibt viele Leute in meinem Alter, die noch mit solchen alten Dingen leben. Mancher sucht bei mir auch ein Ersatzteil“, schildert der Podelwitzer.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum 22. Mal wurde am Samstag das Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier des Badrina-Scholitzer Heimatvereins ausgetragen. Die 29 Teilnehmer verband trotz „Schlagpflicht“ vor allem eins: der Spaß am simplen Spiel – und das generations- und nationenübergreifend.

13.02.2017

Visionen zu haben, das hat noch keinem geschadet. So sieht es auch die Gemeinde Wiedemar und arbeitet nun an einem Maßnahmenplan für die Zukunft, gibt sich damit ein Leitbild. Und dabei haben vor allem die Bürger mitzureden.

16.02.2017

75 000 Schuhe in Pink möchte der Verein Haus Leben irgendwann auf dem Leipziger Augustusplatz aufstellen, um Menschen für das Thema Brustkrebs zu sensibilisieren. Einen großen Beitrag leisteten im vergangenen Jahr Schüler der Delitzscher Artur-Becker-Oberschule. Der Verein vergab dafür einen Sonderpreis.

13.02.2017
Anzeige