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Delitzsch Rosige Zeiten für die Breite Straße?
Region Delitzsch Rosige Zeiten für die Breite Straße?
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18:08 15.06.2011
Hoheit Franziska Arlt und Oberbürgermeister Manfred Wilde pflanzen eine Rose am Rathaus der Loberstadt. Quelle: Kay Würker
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Delitzsch

Delitzschs Rosenkönigin Franziska Arlt steht schon bereit: Sie wünscht sich eine Ausstattung der Breiten Straße mit den edlen Ziergewächsen, die dann von privaten Pflegepaten umsorgt werden.

Mittwochvormittag, neben dem Haupteingang des Rathauses: Franziska Arlt und die Stadtverwaltung haben zum offiziellen Pflanztermin geladen. Eine Rose mit dem Namen Shalom soll in die Erde, als symbolische Ermunterung zu weiteren Rosenpflanzungen in der Stadt. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) greift persönlich zu Schaufel und Gießkanne. Und Hoheit Franziska I. verkündet: „Ich erfülle nun die Hausaufgabe, die ich mir zur Wahl zur Rosenkönigin 2009 gestellt habe. Es sollen künftig mehr Rosen in der Stadt blühen.“

Wie berichtet, hat die 20-Jährige bereits mehrere Ladeninhaber in der Eilenburger Straße gewinnen können. Allerdings könne dort nicht in die Erde, sondern nur in Kübel gepflanzt werden, da sonst Fördermittel für die Straßensanierung gefährdet sind. Am Rathaus, wo sich das Shalom-Gewächs zunächst am Blitzableiter hochranken soll, sei die Situation anders, erklärte OBM Wilde auf Nachfrage.

In der Breiten Straße sind ebenfalls nur Kübellösungen möglich. Doch Franziska Arlt hat dort die Auswahl: Zwölf solcher Behälter stehen derzeit am Fahrbahnrand und geben insgesamt ein eher trauriges Bild ab. Dem Grün vor Ort fehlt es an Konzept und Pflege. „Ich möchte, dass ansässige Händler für die Pflanzstellen Rosen erwerben und dann deren Pflege vertraglich übernehmen“, sagt die Hoheit. Denn fest steht: Die Kübel müssen bleiben. Zur Zeit der Sanierung der Breiten Straße wurden sie als Stadtmobiliar mit Fördergeldern angeschafft und sollen nicht billig gewesen sein. Sie aus der Einkaufsmeile zu entfernen, würde das Risiko einer Fördermittelrückzahlung bergen. Also sind Lösungen ohne Verbannung gefragt.

Franziska Arlt läuft in dieser Hinsicht zumindest bei einigen Anliegern offene Türen ein. Erst am Dienstag haben Fotograf Detlef Schwuchow, Apotheker Roland Brummer sowie Hauseigentümerin und Malerin Andrea Rosenberg zusammengesessen und diskutiert. Stadtratsmitglied Jörg Bornack (SPD, fraktionslos) moderierte die Runde, hatte aus dem Rathaus auch Grünanlagen-Fachmann Jan Matussek dazugeholt. Der Tenor der Beratung: Eine grundlegende, nachhaltige Gestaltung muss gefunden werden.

Schwuchow sprach sich dafür aus, die Stadtverwaltung nach einem Plan zu fragen, auf dem alternative Stellmöglichkeiten für die Pflanzkübel skizziert sind. Denn seit der Öffnung der Straße für den Autoverkehr stehen alle Behälter auf einer Seite, auf der anderen sind acht Parkplätze markiert. Mancher Gewerbetreibende ist nicht glücklich darüber. Apotheker Brummer etwa wünscht sich einen Parkplatz für Lieferverkehr direkt vor seiner Tür. Malerin Rosenberg kann sich eine farbliche Gestaltung der Kübel vorstellen. „Auf alle Fälle sollte auch die Stadt einen Beitrag leisten“, fordert Jörg Bornack. „Es geht um das Gesamterscheinungsbild dieser wichtigen Innenstadtstraße.“ OBM Wilde hat angekündigt, in den nächsten Wochen mit den Anliegern eine Zwischenbilanz zu den Ergebnissen der Straßenöffnung zu ziehen.

Kay Würker

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