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Delitzsch Rückstau bei Starkregen
Region Delitzsch Rückstau bei Starkregen
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18:28 08.09.2011
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. Doch bei Starkregen und auch bei intensiver Schneeschmelze kommt es am Abfluss des Gewässers in der Leipziger und der Querstraße zu Überflutungen. „Erst kürzlich mussten wir bei meiner Schwiegermutter Ilse Lukasik, die in der Querstraße das Grundstück Nummer 2 besitzt, mit Sandsäcken das Haus schützen, weil das Wasser aus den Schächten zurückstaute", erinnert sich Hartmut Münch an die regenreichen Tage im August. Ihn ärgert, dass sich nichts tut und die Verantwortlichkeiten offensichtlich nicht klar sind. Das spiegelte auch die Diskussion in der jüngsten Gemeinderatssitzung wider, als die „Hochwassersituation" rund um den Teich Thema war.

In diesem Bereich existieren zwei parallele Systeme – eine Regenwasserableitung und ein Grabensystem zur Oberflächenentwässerung. Letzteres verläuft zunächst offen entlang der Straße vom Sportplatz, dann ein Stück verrohrt in den Teich. Von dort führt es verrohrt weiter über die Leipziger in die Querstraße. Während der Regenwasserkanal von den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) betreut wird, liegt der Graben als Gewässer zweiter Ordnung von Gesetzes wegen in Zuständigkeit der Gemeinde.

Beide Systeme existieren unabhängig voneinander. Nördlich des Teiches in der Querstraße sind sie aber über Schächte miteinander verbunden. Das warf auch im Rat Fragen über die Zuständigkeit auf, denn offenkundig ist das Grabensystem nicht voll funktionsfähig, was eine Kamerabefahrung der KWL bestätigte. Während der Regenwasserkanal der KWL in Ordnung sei, „weist das Grabensystem Schadstellen wie Wurzeleinwuchs in den Rohren auf, so dass es dort bei starken Regenereignissen nicht zur vollständigen Ableitung des Wassers kommt", teilten die KWL auf Anfrage der Kreiszeitung mit. Das habe zur Folge, dass das überschüssige Wasser an den nächstgelegenen Punkten an die Oberfläche trete, sagte KWL-Sprecherin Katja Gläß.

Für Zwochaus Bürgermeister Rudolf Ryll (SPD) ist das Problem nur in Zusammenarbeit mit den KWL zu lösen. Diese signalisierten gegenüber der Kreiszeitung, dass sie die Gemeinde mit ihrem Know how unterstützen wollen, auch wenn das Grabensystem nicht in ihrer Zuständigkeit liege. Gesprächen stünden sie aufgeschlossen gegenüber, so Gläß. Eine schnelle Lösung sieht Ryll jedoch nicht: „Zunächst müssen Fachleute ran und sagen, was zu tun ist."

Thomas Steingen

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