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Delitzsch Russische Musik und Leckereien in Schenkenberg
Region Delitzsch Russische Musik und Leckereien in Schenkenberg
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00:18 16.03.2016
Valeriy Khoryshman (Akkordeon), Emma Taatz mit Brot und Salz (ein russischer Willkomensbrauch der Glück , Gesundheit und ein langes Leben verspricht), Gennadij Desatnik (Violine), Alexander Franz (Kontrabass) und Celine Winkler die den typischen Kaviar auf Häppchen serviert, kombinierten am Abend den russischen Klang mit russischen Geschmack. Quelle: Foto: Anke Herold
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Schenkenberg

Wer kennt sie nicht, die russischen Spezialitäten Kaviar, Borschtsch, Pelmeni und Piroggen? Russische Eier, Zupfkuchen, Moskauer Eis und natürlich russischer Wodka kombiniert mit echter sowjetischer Musik war das Erfolgsrezept am vergangenen Samstagabend in der Pfarrscheune Schenkenberg. Belegte Plätze bis in die zweite Ebene. Per Beamer verfolgten die Gäste oben, was unten auf der Bühne geschah.

Delikat Delitzsch begleitete den Abend und richtete das Feuerwerk für die Geschmacksnerven aus. Platten mit hübsch dekorierten Canapés und volle Suppentöpfe warteten auf ihren Verzehr. Inhaber Ralf Cywinski erklärte: „Wir haben uns darauf spezialisiert, qualitativ hochwertige Lebensmittel an den Mann zu bringen.“ Nach dem der Geschmackssinn auf Russland eingestimmt war, schaffte es nun das „Trio Scho“ gleich durch die ersten Takte, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Die gebürtigen Sowjets machten dem russischen Charme alle Ehre. Gennadij Desatnik führte wortgewandt mit Gitarre und Violine durch das Konzert. Seine Mitstreiter Valeriy Khoryshman (Akkordeon) und Alexander Franz (Kontrabass) bauten um die sowjetischen Schlager aus den Zwanzigern bis ins Heute die perfekte musikalische Umrahmung. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, klatschte und sang mit.

Rasant verging die Zeit und noch vor der Pause konnten sich die Gäste als großer Chor hören lassen. Darunter Uwe Haupt: „Russische Freunde treffen, russisch Essen und die russische Musik, deshalb sind wir heute hier“, war von ihm zu erfahren. Am Tisch saß er mit seiner Frau Sabine: „Ein lustiger und beschwingter Abend mit toller Stimmung“, fügte sie hinzu. Das inzwischen Einvierteljahrhundert alte Trio traf den Nerv des Publikums ebenso mit deutschen Lieder, eigenen Songs und Weltmusik.

Bis kurz vor Mitternacht dauerte der Abend, der erst mit mehreren Zugaben endete. „Jetzt warten wir auf das nächste Motto“, hofft Liane Willig, die ebenfalls unter den Besuchern war und vom neuen Veranstaltungskonzept begeistert ist. Die Kombination aus kulinarischem Abenteuer und akustischer Entdeckungsreise dürfte sich wohl zukünftig als Publikumsmagnet erweisen.

Von Anke Herold

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