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Delitzsch SPD-Landtagsabgeordnete besucht Rabutzer Tüftler
Region Delitzsch SPD-Landtagsabgeordnete besucht Rabutzer Tüftler
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00:21 14.09.2017
Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Friedel (li.) besucht das Technisch-ökologisches Projektzentrum Rabutz. Dessen Leiter Elk Messerschmidt und die stellvertretende Vereinsvorsitzende Korina Thiedmann zeigen der Politikerin die Räume. Quelle: Thomas Steingen
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Rabutz

Der Fachkräftemangel in der Gesellschaft hat für Elk Messerschmidt, dem Leiter des Technisch- ökologischen Jugendprojektzentrums in Rabutz, nicht nur etwas mit dem demografischen Wandel, sondern vor allem mit Defiziten in der Bildung zu tun. Deshalb kämpft er vehement für mehr Technikbildung, die er außerschulisch seit 21 Jahren in seinem Projektzentrum mit Schülern praktiziert. „Technikbildung beginnt dort, wo Kinder eine Idee haben, sich Pläne erarbeiten und die Idee dann praktisch umsetzen“, sagt der studierte und promovierte Pädagoge. Und genau das können die zurzeit 20 Vereinsmitglieder in Rabutz tun. In Schulen stößt er mit seinem Engagement allerdings oft auf Mauern. Selbst der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft lehne eine Zusammenarbeit ab, erzählte Messerschmidt der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sabine Friedel während ihres Besuches in Rabutz.

Lösungen selbst finden

Den Besuch hatte Rüdiger Kleinke, SPD-Ortsverbandschef von Delitzsch und Kandidat für die Bundestagswahl, eingefädelt. Dieser war als Kind selbst in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Techniker“ tätig und kennt seither den Rabutzer. „Ich finde es super, was Elk Messerschmidt seit Jahren mit Ausdauer betreibt. Hier erfahren Kinder ein umfangreiches naturwissenschaftliches und technisches Wissen. Das Geniale dabei ist, dass Kinder und Jugendliche selbst Lösungen finden müssen. Deshalb braucht jemand, der das Projektzentrum durchlaufen hat, sich keine Sorgen um seine berufliche Zukunft zu machen“, so Kleinke. Messerschmidt kann dies nur bestätigen und sucht deshalb fortwährend Unterstützer. „Wir brauchen dringend AG-Leiter aus der Wirtschaft, die nachmittags nach Rabutz kommen. Denn sie wissen aus der täglichen Praxis, was Lehrlingen heutzutage an technischen Wissen und Können fehlt“, erfuhr die Landtagsabgeordnete von dem 76-Jährigen. Und weil wie oft die Finanzierung solcher Projekte ein Hauptproblem ist, drehte sich der Gedankenaustausch unter anderem um dieses Thema, aber auch um die Gründe, warum die Zusammenarbeit mit Schulen oft scheitert. Dabei gibt es in Rabutz sogar Übernachtungsmöglichkeiten für eine ganze Klasse.

Politikerin verwundert

„Eigentlich wäre der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft prädestiniert, hierfür Lösungen zu schaffen“, sagte Sabine Friedel und wunderte sich über dessen ablehnende Haltung. Bezüglich der Finanzierung stellte Kleinke fest: „Im Prinzip benötigt das Technikzentum eine Unterstützung, die über die Projektförderung hinausgeht.“ Weil er von dem Konzept überzeugt ist, überreichte der Delitzscher dem Vereinschef eine Privatspende in Höhe von 500 Euro.

Vom 2. bis 6. Oktober findet im Projektzentrum wieder ein Technikcamp statt. Interessenten können sich dafür bis zum 22. September per E-Mail an drelk@rennstall-rabutz.de anmelden.

Von Thomas Steingen

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