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Delitzsch Sachsenstraße ist Delitzschs teuerstes Pflaster
Region Delitzsch Sachsenstraße ist Delitzschs teuerstes Pflaster
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09:08 03.06.2016
Sachsenstraße, 30er-Zone: An keinem anderen Ort im Delitzscher Stadtgebiet wurde in den vergangenen Monaten häufiger geblitzt. Ein großer Teil der kontrollierten Autofahrer war zu schnell unterwegs. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Sachsenstraße in Höhe des Einkaufszentrums ist Delitzschs teuerstes Pflaster. Zumindest aus Sicht der Autofahrer. Insgesamt acht Mal binnen sechs Monaten kontrollierte die Stadtverwaltung dort die Geschwindigkeit – an keinem anderen Standort im Stadtgebiet wurde öfter geblitzt. Ergebnis: Ein erheblicher Teil der Motorisierten war zu schnell unterwegs, 553 Fahrer wurden deshalb zur Kasse gebeten. Besonders viel Zahlungsverkehr ergab sich aus einer Verkehrsüberwachung am Nachmittag des 12. Januar: Knapp jeder dritte Gemessene war zu flott. Mit bis zu 55 Kilometern pro Stunde rauschten die Fahrzeuge über die 30er-Strecke.

72 km/h auf 30er-Strecke

Anlass für die Kontrollen im temporeduzierten Bereich der Sachsenstraße waren laut Stadtverwaltung Hinweise aus dem Stadtrat. Es hatte Beschwerden gegeben über Raserei am Einkaufszentrum – offenbar nicht unbegründet. Im September war dort ein Autofahrer sogar mit Tempo 72 erwischt worden. Das Ordnungsamt nahm deshalb dieses Areal in Delitzsch-Nord in den vergangenen Monaten besonders in Visier.

Allerdings hat die jüngste Halbjahresbilanz noch deutlich mehr zu bieten. Das städtische Geschwindigkeits-Messgerät ist an insgesamt 28 Standorten im Stadtgebiet zum Einsatz gekommen, an einigen mehrfach. Dem Ordnungsamt gehe es dabei vor allem um den Schutz von Kindern, Senioren und Behinderten, erklärt Amtsleiter Oliver Schulze. 30 Prozent der gewählten Messorte seien Straßen, wo diese Bevölkerungsgruppen vermehr zu finden seien. So stand etwa die Richard-Wagner-Straße in Höhe des Behindertenzentrums weit oben auf der Liste, ebenso Schulwege, wie an der Halleschen, an der Friedrich-Ebert- und der Dübener Straße. Letztgenannte fiel eher negativ auf: In der 30er-Zone am Gymnasium waren an den drei Messtagen durchschnittlich 13 Prozent der Autos zu schnell.

Viele Sünder in Hainstraße ertappt

Ansonsten orientiere sich das Ordnungsamt bei der Wahl des Kontrollorte an Gefahrenstellen und Unfallschwerpunkten, so Schulze. Überwacht werden außerdem des Öfteren die Zufahrtsrouten ins Stadtgebiet – die Bitterfelder Straße zum Beispiel sowie die stadtrandnahen Abschnitte der Dübener und Eilenburger Straße. Dort postierten sich die Tempokontrolleure zwischen Oktober und April jeweils vier bis fünfmal. Nicht zuletzt wurde Bürgerhinweisen nachgegangen, etwa in den Ortsteilen Benndorf, Döbernitz und Schenkenberg. Vergleichsweise viele Sünder ertappten die Ordnungshüter nach Anwohnerbeschwerden in der Hainstraße.

Keine rechtsfreien Strecken

Allerdings müsse grundsätzlich an jeder Straße in Delitzsch mit Kontrollen gerechnet werden, unterstreicht Oliver Schulze. Es sollen sich keine vermeintlich rechtsfreien Strecken etablieren. Eine abschreckende Wirkung lässt sich aus der Statistik dennoch nicht herauslesen. Die Zahl der Bleifüße hat sich in jüngster Vergangenheit eher noch erhöht. Rund 1500 Überschreitungen bei insgesamt 73 Blitzereinsätzen summierten sich zwischen Oktober und April. Im Halbjahr zuvor waren es rund 1100 Sünder bei 64 Einsätzen.

Für die Ertappten bleibt es zumeist bei Verwarngeldern. Etwa zwei Drittel hatten höchstens zehn Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho. Jedoch gibt es auch Ausreißer nach oben. Wie etwa den Spitzenreiter aus dem Monat März, der mit Tempo 114 an der Bushaltestelle Am Stadtforst vorbeibretterte. Erlaubt sind dort 70 km/h.

Von Kay Würker

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